Jetzt steht sie da! So viele helfende Hände haben meine Baby Korrex von Berlin nach Regensburg verfrachtet. „Baby Korrex“ – so wird die „Korrex Stuttgart“ tatsächlich genannt, weil sie die kleinste in dieser Baureihe von präzisen Andruckpressen aus den 1960er Jahren ist. Nur 250 Kilo wiegt sie… also quasi ein Federgewicht. Wir haben sie aus der Werkstatt des Druckermeisters Hendrik Liersch (Corvinus Presse) geholt, der für seine Künstlerbücher bekannt ist. Die Druckerei befindet sich in einem verwunschenen Berliner Hinterhof, in dem sommertags sogar Kiwis wachsen. 
Richard, der junge Filmemacher, der schon bei meinem Umzug in die neuen Räume so geholfen hat, war tatsächlich extra aus Dresden angereist, um uns beim Verladen der Presse zu helfen! Unglaublich!
Gemeinsam konnten wir das Elefantenbaby dann relativ flott und problemlos in den angemieteten Transporter verfrachten.

Zurück in Regensburg bestand die Herausforderung darin, die Presse aus dem Transporter raus- und dann über das sehr holprige Kopfsteinpflaster in meine Werkstattgalerie reinzukriegen. Und da geht doch wirklich nichts über wunderbare Nachbarschaftshilfe! Chris vom Amici – unserem Lieblingsrestaurant gleich um die Ecke – hat spontan Mitarbeiter zusammengetrommelt und dann haben 6 Männer die Korrex aus dem Auto raus auf einen Hubwagen gehoben. Großartig! Und nach nicht einmal einer Stunde war die Presse dann bei mir eingezogen.

Zwei Tage lang habe ich sie nun geschrubbt und geputzt und jetzt steht sie da, mittendrin und glänzend, bereit für ihren ersten Einsatz.

Im Vorfeld hatte ich mir wirklich große Sorgen gemacht, ob und wie wir das Kind schaukeln werden. Und jetzt war alles gar nicht schlimm. So ist das wohl, wenn amici echte Freunde sind!


Noch eine weitere Neuigkeit gibt es im Blinkfüer: Morgen fahren wir nach Berlin und bringen am Mittwoch eine neue alte Druckpresse von Kreuzberg nach Regensburg. Es handelt sich um eine 


Stefan Alt stellte den Pflanzen- und Tetrapackdruck vor.


Richard Schleich, der extra aus München angereist war, demonstrierte den japanischen „Gyotaku“, den Fischdruck: Vor etwa 200 Jahren entwickelten Fischer diese Drucktechnik um ungewöhnlichen Fang zu dokumentieren. Es bedarf einiger Vorbereitungen des „Druckstocks“ bevor dann mit sehr viel Fingerspitzengefühl vom echten Fisch gedruckt wird.

Die Vorbereitungen des Fisches kosten mich doch einige Überwindung, aber ich werde trotzdem dranbleiben, da die Technik einfach zu spannend ist!









