Kartonhaus

Gestern entdeckte ich zufällig diesen schönen Beitrag über Blinkfüer im Netz, der schon am 30. März 2026 auf der Seite von ▶️„Einkaufen Regensburg“◀️ veröffentlicht wurde. Ich freu mich!

Ein neuer Regensburg Druck ist entstanden. Diese künstlerische Handgravur habe ich schon vor einer ganzen Weile geschenkt bekommen, kam aber erst jetzt dazu, sie zu drucken. Bin ganz verliebt! Die Signatur ist leider nicht mehr zu entziffern, nur die Jahreszahl 1970 lässt sich noch erahnen.

Gerade ist, für etwa zwei Wochen, der Filmemacher Richard Walther zu Gast in meiner Werkstatt. Für seine bevorstehende Ausstellung Mitte Mai baut er sich hier aus Bergen von Kartons einen Kiosk und einen Raumteiler. Daher ist mein Atelier zur Zeit das reinste Kartonhaus.

Und, zu guter Letzt, habe ich meinen „Nördlichen Sternenhimmel“ um eine zarte, handgeschriebene Zeile ergänzt.

„Langes Fädchen…

…faules Mädchen“ sagte meine Mutter immer, weil ich Nähen und generell Handarbeiten wie Stricken und Sticken so gar nicht mochte. Heute allerdings umgarne ich meine Typografiken und Linoldrucke immer mal wieder gerne, so wie hier meine Haferzweige. Das Sticken wird für mich so zu einer Form des Zeichnens mit Nadel und Faden.Entstanden ist eine Collage aus meinem Linoldruck und japanischem, handgeschöpftem und von Hand bedrucktem Katazome Papier (hier mit Schriftzeichen aus der Edo Periode). Ich habe einzelne Zweige mit Stickstichen verlängert, so dass der Bildausschnitt bei dieser Arbeit deutlich größer ist als bei den vorherigen Rahmungen. Das Sticken ermöglicht mir hier also eine schöne Möglichkeit der Variation.

Gerahmt mit Passepartout

Zum Vergleich hier nochmal der kleinere Bildausschnitt:

„Haferzweige“, Linoldruck 2026

Eine Neuauflage meiner „Ich will“ Karte ist auch entstanden. Diesmal in anderen Farben: Calamity Jane prangt hier in Petrol auf dem Büttenpapier und der kleine, spielerisch hingeworfene Dreizeiler leuchtet in orange. Dieses historische Druckklischee brachte mein Sohn mir vor Jahren aus den USA mit und lange Zeit wusste ich nicht so recht, was ich damit anfangen soll, bis mir diese drei Zeilen einfielen. Jetzt passt’s.

Und gestern hatte ich dann noch zwei sehr nette Besucherinnen aus Münster und Stuttgart, die mir eine vor dem Müll gerettete alte Schullandkarte mitbrachten,“weil da ein Leuchtturm drauf ist“. Wie lieb ist das denn! Bin gerührt!

Im Werden

Im ganzen Land öffneten diese Woche unterschiedlichste Werkstätten und Ateliers ihre Türen für die „Europäischen Tage des Kunsthandwerks“ und es kamen einige neugierige BesucherInnen im Blinkfüer vorbei. Wenn auch nicht ganz so zahlreich wie vor vier Wochen zum „Tag der Druckkunst“, so ergaben sich doch sehr interessante Werkstattgespräche mit meinen Gästen und sowohl am Freitag als auch am Samstag wurde es für mich ein später Feierabend.

An meinem jüngsten Linoldruck „Haferzweige“ habe ich weiter gearbeitet und im Werden ist eine Collage auf feinstem japanischem Katazome Papier. Nächste Woche werde ich noch Details hinzufügen und bin selbst schon ganz gespannt, wie sich das Bild noch entwickeln wird.

Jetzt allerdings bleibt meine Atelierwerkstatt erstmal für zwei Tage geschlossen. Der Kaffee ist getrunken, die Pfoten sind geschrubbt und heute gehts endlich mal wieder raus in den Garten (da werden meine Hände dann gleich wieder dreckig bzw. erdig – aber so gehört sich das im Frühling). Winter adé! Herrlich!

Fröhlichen Eierregen!

Frohe Ostern! Ich wünsche euch allen fröhliche, bunte, gesellige und sonnige Ostertage! Genießt das lange Wochenende und lasst es euch gut gehen. Die frisch sprießenden Farbtupfer draußen tun so gut nach dem langen Winter mit all seinen Grautönen.

Mein Schatzi hat mir echte Blinkfüer Briefmarken machen lassen (rechteckige Ostereier sozusagen). Wie lieb ist das denn!

In der letzten Woche wurde das Blinkfüer Handdruckatelier beim Stadtmarketing Regensburg als „Schaufenster der Woche“ vorgestellt. Vielen Dank für die Auszeichnung und das kleine Video.