„Langes Fädchen…

…faules Mädchen“ sagte meine Mutter immer, weil ich Nähen und generell Handarbeiten wie Stricken und Sticken so gar nicht mochte. Heute allerdings umgarne ich meine Typografiken und Linoldrucke immer mal wieder gerne, so wie hier meine Haferzweige.Entstanden ist eine Collage aus meinem Linoldruck und japanischem, handgeschöpftem und von Hand bedrucktem Katazome Papier (hier mit Schriftzeichen aus der Edo Periode). Ich habe einzelne Zweige mit Stickstichen verlängert, so dass der Bildausschnitt bei dieser Arbeit deutlich größer ist als bei den vorherigen Rahmungen. Das Sticken ermöglicht mir hier also eine schöne Möglichkeit der Variation.

40x40cm gerahmt mit doppeltem Passepartout

Zum Vergleich hier nochmal der kleinere Bildausschnitt:

„Haferzweige“, Linoldruck 2026, 30x30cm

Eine Neuauflage meiner „Ich will“ Karte ist auch entstanden. Diesmal in anderen Farben: Calamity Jane prangt hier in Petrol auf dem Büttenpapier und der kleine, spielerisch hingeworfene Dreizeiler leuchtet in orange. Das Flintenweib-Klischee brachte mir mein Sohn vor Jahren aus den USA mit und lange Zeit wusste ich nicht so recht, was ich damit anfangen soll, bis mir diese drei Zeilen einfielen. Jetzt passt’s.

Und gestern hatte ich dann noch zwei sehr nette Besucherinnen aus Münster und Stuttgart, die mir eine vor dem Müll gerettete alte Schullandkarte mitbrachten,“weil da ein Leuchtturm drauf ist“. Wie lieb ist das denn! Bin gerührt!

Kommentar verfassen