„La Grande Bleue“, was für ein schöner, bildmächtiger Name, den die Franzosen für das Meer gewählt haben. Das Meer! Ich vermisse es jeden Tag!
Da ich an der Ostsee geboren und in Lübeck aufgewachsen bin, ist meine Liebe zum Meer besonders groß. Auch der Name, den ich 2005 für meine allererste Ausstellung (im Kunstkaufhaus Regensburg) wählte, zeugt davon: „Blinkfüer“ ist das plattdeutsche Wort für Leuchtturm.

Linoldruck auf Büttenpapier
Das schöne große Fenster meiner Werkstattgalerie zeigt nach Süden und lässt sich nicht abdunkeln. Dies wurde in der vergangenen Woche zum Problem, da mein Atelier sich so aufheizte, dass sogar die Druckfarbe auf dem Farbteller ganz zäh wurde und viel zu schnell antrocknete.
So habe ich jeden Tag schon gegen 15 Uhr hitzefrei gemacht und bin, unter Vermeidung größerer Plätze ohne Schatten, nach Hause in die abgedunkelte Wohnung gegangen. Meine Sehnsucht nach dem Norden, nach der Ostsee war also in den letzten Tagen besonders groß.

Auszug aus einem Ringelnatz Gedicht. Handsatz aus der Bodoni (die Seepferdchen schwimmen übrigens im Pool unserer „Schwimmabteilung“ auf der Jahninsel).

Ab morgen soll es hier deutlich kühler werden und regnen. Was für eine Wohltat für die Pflanzen, die Tiere und uns Menschen!
Kollege Schultze – schön im Badeanzug – und ich schicken euch Grüße!
Kommt alle gut durch die Hitze und genießt den (hoffentlich arbeitsfreien) Tag.

Linoldruck, koloriert
„Und über uns im schönen Sommerhimmel



Ich kann es kaum glauben, dass die Tage ab morgen schon wieder kürzer werden, gefühlt hat sich der griesgrämige Winter in seinem langen grauen Eismantel doch gerade eben erst zur Ruhe begeben…


Mit herzlichen Grüßen von unterwegs. Genießt das Wochenende, wir genießen derweil das Innehalten und den Ausblick.


Stefan Alt stellte den Pflanzen- und Tetrapackdruck vor.


Richard Schleich, der extra aus München angereist war, demonstrierte den japanischen „Gyotaku“, den Fischdruck: Vor etwa 200 Jahren entwickelten Fischer diese Drucktechnik um ungewöhnlichen Fang zu dokumentieren. Es bedarf einiger Vorbereitungen des „Druckstocks“ bevor dann mit sehr viel Fingerspitzengefühl vom echten Fisch gedruckt wird.

Die Vorbereitungen des Fisches kosten mich doch einige Überwindung, aber ich werde trotzdem dranbleiben, da die Technik einfach zu spannend ist!
Dieses Winterphoto haben wir schon vor Jahren aufgenommen – noch vor der Renovierung der Steinernen Brücke – und wundersamerweise trugen die Domspitzen gerade mal kein Gerüst (und Schnee hatten wir auch). Die Rote mit dem Pilzschirm bin übrigens ich. Dieses Motiv gehört zu meinen Lieblings Photokarten und es freut mich, dass es euch offenbar genauso gut gefällt.
Ein Hoch also auf die Neuanfänge! Dass das Gute bleibt und das andere gut wird! Sláinte!
Und diese Photo muss einfach noch sein! Gestern haben mich Siri (mein erstes Buchkind) und die kleine Bertha besucht – ich will auch so eine zuckersüße kleine Kuschel-Bertha! Unbedingt! Dringend!! Subito!!! So ein Mist, dass Weihnachten schon vorbei ist! Aber nächstes Jahr dann!
Ist das schöne Gelb getrocknet, drucke ich den zuvor von Hand gesetzten Text in einem tiefen Petrol.


Und sonst so? Abgesehen davon, dass meine Gedanken sich konstant um den kommenden Umzug drehen, habe ich noch eine Neuauflage meiner Wiesenkarte gedruckt. Bis ich selbst dann wieder faul auf der Wiese liegen kann, wird’s wohl noch ein Weilchen dauern, aber immerhin hat mir beim Drucken die Sonne in meiner Werkstatt ganz wunderbar Gesellschaft geleistet.
Und am 1. Mai um 15 Uhr gibt es eine Wiederholung der Sendung 

Eine Besucherin brachte sogar selbstgebackene Blinkfüer Kekse mit. Wie lieb und was für eine tolle Überraschung! 🧡 Es sind schon alle weggeputzt – direkt schade, sie waren so schön zum Anschauen, ein richtiges Küstenbild, mit allem, was dazugehört.


Typografischer Zweifarbdruck auf historischer Weltkarte, collagiert. Gerahmt 60x50cm
