„Gib du dem Himmel dein Glück in die Hände…

…Alles geht weiter. Sei heiter. Sei heiter.“

Lange Zeit musste sich mein Pierrot – der übrigens stattliche 25 cm misst – gedulden, bis ich jetzt endlich einen passenden Text für ihn gefunden habe. Gesetzt habe ich ihn aus einer namenlosen Jugendstilschrift.Die ermutigende und vertrauensvolle Aufforderung der Dichterin Mascha Kaléko passt ganz wunderbar zu ihm und der historischen Mondphasenkarte, auf die ich ihn collagiert und gestickt habe. Gedruckt habe ich meinen Pierrot auf handgeschöpftes Japanpapier.

Für das Wort „dein“ müsst ihr zoomen – ich habe es mit einem gelben Faden bestickt, so wie einige der anderen Buchstaben mit einem orangen Faden, auf dem Foto ist das leider kaum zu erkennen.

Ein bisschen verliebt bin ich schon in dieses Bild. Gerahmt misst es 40×50 cm.

Schönes am Wegesrand

Letztes Jahr habe ich im Vorübergehen an einem Feldrand ein Photo von Haferzweigen gemacht und jetzt bin ich dazu gekommen, es in einen Linolschnitt umzusetzen. Dass ich in den Wintermonaten den Mittwoch ganz in Ruhe und konzentriert in meiner Werkstatt arbeiten kann, tut richtig gut. Für die vielen zarten Linien und Details musste ich mich beim Schneiden sehr konzentrieren, um die Platte nicht durch einen falsch gesetzten Schnitt zu ruinieren. Gestern habe ich dann einen ersten Andruck gemacht:Der Druck gefällt mir schon sehr gut. Er erinnert mich an einen Scherenschnitt. Nächste Woche werde ich die fast quadratische Platte (19,5 x 20cm) aber noch etwas „säubern“.  Später wird das Bild dann im Passepartout und gerahmt die blaue Wand meiner Galerie zieren.

Die schöne Fahrradfahrerin aus den 1920er Jahren radelt jetzt auf einem DIN A4 Büttenbogen. Zehn dieser schönen Blätter inklusive großer orangener Kuverts gehören zu einer handgearbeiteten Briefmappe.

Auch DIN A5 Briefmappen sind wieder da, die zeige ich euch nächste Woche. Erinnert ihr euch an die Liegestuhl Karte? Gestern kam mir spontan die Idee, sie noch um ein weiteres Element zu ergänzen… Ach, Sommer!!

staade Zeit

Die staade Zeit Anfang Januar genieße ich sehr! Nach dem Dezembertrubel gibt es jetzt Raum zum Innehalten und Durchschnaufen. So wichtig, um auf neue Ideen zu kommen und Kraft für das kommende Jahr zu sammeln.

Im letzten Monat konnte ich einige wunderschöne alte Buchdruckklischees erwerben, von denen zwei ganz besondere Schätze sind: Ein etwa 150 Jahre alter Heißluftballon aus England (wartet noch auf den ersten Andruck) und eine Fahrradfahrerin aus den 1920er Jahren. Es sind ungewöhnlich große Klischees und ich freue mich riesig über diese Neuzugänge!Die letzten Tage habe ich also Briefpapier für verschiedene Briefmappen gedruckt.

Der Liegestuhl wird noch um einen kurzen Text ergänzt. Das Klischee wurde wohl für Werbezwecke genutzt – der kleine Pfeil unten ist ein Hinweis darauf.

Ich bin so unglaublich dankbar und glücklich über meine wunderschöne neue Werkstatt, dass ich beim Drucken immer mal wieder Freudenhüpfer mache und eigentlich kann ich es immer noch kaum fassen, dass ich jetzt schon seit fast 6 Monaten hier „Zuhause“ bin!

Eine weitere Neuigkeit gibt es noch: Ich bin jetzt Kulturpatin des Regensburger Kulturamts. Seit September gibt es hier ein neues Format: Das RAiR – ein artist in residence Programm. KünstlerInnen aus Regensburger Partnerstädten können sich hier um einen ein- bis dreimonatigen Aufenthalt bewerben, um dann in Regensburg zu wohnen und zu arbeiten. Die für dieses Programm von der Stadt angemieteten Wohnungen sind wunderschön. Sie befinden sich in einer historischen Zinngießerei und sind zentral in der Altstadt gelegen. Ab Mitte Januar werde ich eine Künstlerin aus Zagreb begleiten, ihr Regensburg zeigen, mit ihr auf Vernissagen gehen und vielleicht sogar ein kleines gemeinsames Projekt entwickeln. Wer weiß, ich bin gespannt auf unseren Austausch!

Foto: Stefan Effenhauser, Stadt Regensburg

Easy like sunday morning

Einen sonnigen und genussvollen Sonntag allerseits!Bin schon richtig gespannt, wie sich mein neues Schaufenster in der Unteren Bachgasse 6 dann entwickeln wird… Noch wird dort kräftig renoviert, aber ab August kann ich dann meinen Umzug beginnen.

Jetzt habe ich endlich – zum ersten Mal – diese zwei historischen Klischees gedruckt, die ich schon vor geraumer Zeit aus England mitgebracht hatte. Bin ein bisschen verliebt. Manchmal liegen Ideen bei mir lange auf Halde, bis ich schließlich dazu komme, sie umzusetzen.
Oh, und dann waren wir seit Langem mal wieder im Nepal Pavillon. So ein zauberhaft friedlicher Ort! Immer wieder wunderschön und inspirierend. Falls ihr in der Nähe sein solltet, wäre dieser Park ein perfektes Ausflugsziel: https://www.nepal-himalaya-pavillon.de/

In’s Netz gegangen

Ein neuer Linolschnitt ist entstanden, und wie sollte es anders sein, ist es ein Fisch geworden. Genauer, ein Hering. Ich erinnere mich als Kind, dass mein Vater zusammen mit vielen anderen Anglern geduldig und erwartungsvoll am Ufer der Trave stand, wenn „der Hering kam“, den die Fischer auch „das Silber der Meere“ oder „Weltumsegler“ nannten. Die Zeichnung lag schon lange in meiner Schublade, jetzt habe ich sie endlich in Linol geschnitten. Dieser kleine Fischer mit seinem Netz ist ein altes Buchdruckklischee, das ich besonders gerne mag. Allerdings hat mich der Rahmen um das Motiv herum gestört…Nun changiert der Hering in schönen Blau-/Grüntönen, die bei jedem Druck anders ausfallen und so jedes Blatt zu einem Unikat machen. Und der kleine Fischer ist jetzt von seinem einengenden Rahmen befreit. Ein befreundeter Goldschmied hat ihn netterweise für mich weggeschliffen.

Sonnige Grüße aus der Werkstatt

Zwei schöne, grade erst erstandene alte Klischees habe ich gedruckt und bin ganz verliebt, vor allem in die kleine Seerose, sie erinnert mich so an das Gedicht von James Krüss „Der Garten des Herrn Ming“.Und passend zum Sonnenschein und dem Frühlingsahnen der letzten Tage habe ich meine Linoldruck-Wellenkarte neu aufgelegt.Die letzte Woche war ganz schön produktiv… Unter anderem ist auch eine neue Typografik entstanden. Gedruckt und collagiert. Gerahmt 50x40cm, Unikat.

Arbeitsreiche Woche

Es waren produktive Tage in der Werkstatt diese Woche. Neben verschiedenen anderen Dingen habe ich z.B. mit einem meiner liebsten Klischees, einem wunderschön zarten Papageienklischee,  cremefarbene Briefbögen bedruckt. Jeweils 10 Bögen inklusive Kuverts werden in einer handgemachten, bordeauxroten Briefmappe angeboten.

Dann sind nach langer Zeit wieder einmal neue Dornröschenschachteln entstanden:Und zu guter Letzt habe ich den ersten von drei Druckdurchgängen für meine Glückwärts-Typografiken gedruckt: Und heute gönne ich mir einen Faulenzertag.

Endlich!

Nach viermonatiger Zwangspause endlich wieder am Tiegel zu stehen ist ein ganz wunderbareres Gefühl!

Mein erster Druck nach so langer Zeit ist mein Elefant. Ein altes Klischee, das mir mein Sohn vor Jahren aus Amerika mitbrachte. Es ist schon ziemlich „abgenudelt“, was bedeutet, dass sich einige Bereiche wie z.B. die Füße und der Rüssel vom vielen Gebrauch abgesenkt haben und sich daher kaum noch abbilden lassen. Da braucht es viel Geduld und Spucke und vor allem Seidenpapier, das ich so lange unter die schwachen Stellen lege, bis sie sich wieder drucken lassen. Friemelarbeit, würde mein Vater sagen.

Nachdem der Elefant dann schön auf dem Papier steht, koloriere ich noch seine Satteldecke und verleihe ihm mittels eines großen Ballons, den ich aus Landkartenresten zuschneide, Leichtigkeit. Jede Karte ist ein Unikat.

Liebe Grüße aus der Reha!

Es geht voran, wenn auch langsam, so nähere ich mich doch Schritt für Schritt meinem Wiedereinstieg in meine Druckwerkstatt. Ich danke euch ganz herzlich für die vielen guten Wünsche und eure wunderschönen Karten! Ich habe mich wirklich gefreut und fühle mich sehr unterstützt von euch! An den trainingsfreien Wochenenden war ich fleißig und habe ganz zauberhafte alte Buchdruckklischees gefunden und gekauft. Kann es kaum erwarten, sie zu drucken! Seid alle herzlich gegrüßt und auf bald!