Vor Kurzem habe ich diesen schönen, etwa 120 Jahre alten Holzschnitt eines Liegestuhls erstanden, welcher allerdings nie fertig geschnitten wurde.
Möglicherweise hat der Graveur bzw. der Formschneider den Schreibfehler, das fehlende C bei „Shmetterling“, erst relativ spät bemerkt und die Fertigstellung des Holzschnitts daraufhin abgebrochen. Genau diesen Fehler aber finde ich besonders charmant und habe mich daher dazu entschlossen, das überschüssige Holz selbst wegzuschneiden um dieses schöne kleine Motiv so druckfein zu machen.
Ein sehr mühsames und kniffliges Unterfangen allerdings, wie ich feststellen musste, denn ich brauchte einen ganzen Nachmittag, um diesen fein ausgearbeiteten Klappliegestuhl (daher wohl auch der Produktnamen „Schmetterling“) freizustellen. Der alte Proxxon meines Vaters hat mir dabei sehr gute Dienste geleistet!

Fehldrucke
Nach stundenlanger Schnitz- und Schleifarbeit, diversen Fehldrucken und piratesken Flüchen hatte ich es dann endlich geschafft. Jetzt muss ich mir noch einen passenden Text überlegen, der mir ziemlich sicher während meiner Sommerpause einfallen wird…
Sommerfrische und Liegestuhl erwarten mich nämlich vom 19.8. bis zum 10.9. und das Handdruckatelier bleibt derweil geschlossen. Euch wünsche ich einen erholsamen und genussvollen Spätsommer!














Kommt alle gut durch die Hitze und genießt den (hoffentlich arbeitsfreien) Tag.


Mit herzlichen Grüßen von unterwegs. Genießt das Wochenende, wir genießen derweil das Innehalten und den Ausblick.





Sonnige Aussichten für das lange Pfingstwochenende! Pfiat eich!














Das waren wunderbar entspannende und entschleunigende zwei Stunden. Nach dem Ende der Führung, schon auf dem Nachhauseweg, konnte ich mein Glück kaum fassen als ich – vor der Dombauhütte stehend – das sonst immer (!!) verschlossene Tor zum Hof der Hütte sperrangelweit offen fand! Ich ZACK rein da! Dieser nichtöffentliche geheime Steingarten ist mir der größte Schatz und die Steinmetze haben mich ganz in Ruhe schauen lassen. Wie von einem Metronom wurden meine Schritte vom leisen und bedächtigen Klopfen eines Meißels begleitet, das aus dem Innern der Hütte zu hören war. 
Als ich letzten Donnerstag nach meiner Mittagspause völlig durchgefroren zurück in die Werkstatt kam, schneite ganz unverhofft die Journalistin Claudia Erdenreich rein und fragte mich, ob ich „so 10 Minuten Zeit“ für sie hätte. Hatte ich und herausgekommen ist dieser schöne kleine redaktionelle Beitrag über Blinkfüer in der Regensburger Zeitung vom 10. Februar (ich hoffe, meine leicht bläulich verfärbten Lippen sind nicht zu erkennen). 


Auch wenn dies einen gewissen Charme hat, so sehne ich mich doch nach mehr Farbe. Darum ist vor zwei Wochen eine großer, fast zwei Meter langer Magnolienast in meine Werkstattgalerie eingezogen. Zunächst voller noch gänzlich geschlossener Knospen, gleicht er mittlerweile einer rosa Wolke und ich habe die größte Freude an seinen wunderschönen Blütensternen!


