Im Vorübergehen

An meinem Handpressendruck „hüpf“ habe ich noch weitergearbeitet und bei der Farbgebung stand mir lebhaft die Ästhetik meiner Kindheit vor Augen.

Handpressen- & Linoldruck, Blinkfüer

Die von mir begleitete kroatische Gastkünstlerin Irena Frantal reist heute wieder zurück nach Zagreb. Das Abschlussprojekt ihrer residency in Regensburg war ein von ihr geführter „slow walk“, also ein achtsamer, fernab der üblichen Touristikrouten auf Details und Unperfektes ausgerichteter Gang durch die Altstadt.

Das waren wunderbar entspannende und entschleunigende zwei Stunden. Nach dem Ende der Führung, schon auf dem Nachhauseweg, konnte ich mein Glück kaum fassen als ich – vor der Dombauhütte stehend – das sonst immer (!!) verschlossene Tor zum Hof der Hütte sperrangelweit offen fand! Ich ZACK rein da! Dieser nichtöffentliche geheime Steingarten ist mir der größte Schatz und die Steinmetze haben mich ganz in Ruhe schauen lassen.  Wie von einem Metronom wurden meine Schritte vom leisen und bedächtigen Klopfen eines Meißels begleitet, das aus dem Innern der Hütte zu hören war.

Als ich letzten Donnerstag nach meiner Mittagspause völlig durchgefroren zurück in die Werkstatt kam, schneite ganz unverhofft die Journalistin Claudia Erdenreich rein und fragte mich, ob ich „so 10 Minuten Zeit“ für sie hätte. Hatte ich und herausgekommen ist dieser schöne kleine redaktionelle Beitrag über Blinkfüer in der Regensburger Zeitung vom 10. Februar (ich hoffe, meine leicht bläulich verfärbten Lippen sind nicht zu erkennen).

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