Abenteuer warten überall!

Seit Freitag, 25.7.25,  habe ich ihn nun, den Schlüssel zu meiner neuen Werkstattgalerie! Am 10. Januar hatte ich mich beworben – ein langer Weg also. Aber jetzt kann ein neuer Abschnitt beginnen! Es ist ein Abenteuer. Ich bin unterwegs und alles ist im Werden.

Meine treuen Begleiter, Pferdchen, Herr Grimaldi und dessen langohriger, stets missgestimmter Mitarbeiter wollten nicht länger warten und sind gleich als erste eingezogen, um die Lage vor Ort schon mal ganz genau abzuchecken.

Am Abend hatte ich dann Freunde zu einem kleinen Umtrunk in den noch nackerten Laden eingeladen und sogar unsere guten Berliner Freunde sind gekommen. Das war ganz zauberhaft und hat viel Spaß gemacht!… und heute, am Sonntag, wird gestrichen! Noch fühlt sich alles etwas unwirklich an, aber mit jedem Besuch im neuen Laden wird er mir vertrauter und ich freue mich auf meinen Einzug!

Rettet den Brief!

„Die Postkarte ist eine der letzten Inseln der Irrationalität in unserer informationsgestressten Gesellschaft.“ Mit diesem so treffenden Kommentar von Nele Sophie Karsten wünsche ich uns allen einen entspannten Sonntag.

C’est la vie! Handsatz aus meiner Neuerwerbung, einer ganz zauberhaften historischen Plakatschrift. Zweifarbiger Handpressendruck auf Büttenpapier, B6. Das weiße (bei mir blaue) Kaninchen habe ich – wie könnte es auch anders sein – aus England mitgebracht. Alice lässt grüßen! Uuund TUSCH! Nächsten Freitag bekomme ich den Schlüssel für meinen neuen Laden! Ich hüpfe vor Freude!

Menschsein

Diese wunderschöne historische Weltkarte wollte unbedingt bedruckt werden. Und da das Menschsein weltumspannend ist – oder auf jeden Fall sein sollte – bot sich diese Aufforderung an. Das „j“ von „Sej“ hob sich farblich nur schwach vom Hintergrund ab. Da ich bei dieser Typografik aber nur eine Farbe verwenden wollte, habe ich die Buchstaben mit einem türkisfarbenen Faden umnäht, um sie stärker hervorzuheben. Und damit das Gleichgewicht gewahrt bleibt, hat der große Punkt unten rechts ebenfalls eine Naht bekommen. Mit der Nadel musste ich sehr vorsichtig umgehen, da das alte Papier recht fragil ist.

Ein schönes Detail dieser Weltkarte könnt ihr auf dem rechten Foto entdecken: Da gibt es die „nördliche Menschengrenze“. Bisher kannte ich nur die Baumgrenze in den Bergen.
Gerahmt im freigestellten Passepartout misst die Typografik 60x50cm. Unikat.

Was von der Woche übrig bleibt…

Leider gibt es schon wieder eine große Baustelle vor unseren Läden in der Oberen Bachgasse. Das Straßenpflaster wurde mit einem riesigen Stemmhammer aufgebrochen und durch die Vibrationen hängt jetzt alles ein bisschen schief an der Wand. Aber, wie mein Vater immer sagte: N´beten scheef hett Gott leev!

Ich habe mir das ganze Gekrache und Geschepper dann mit Himbeereis versüßt.

Spaß! Ich finde nur, der Farbton, den ich für den ersten Druckdurchgang einer Neuauflage angemischt habe, sieht direkt nach Himbeereis aus.  Ohnehin denke ich, Rosa ist so eine Alles-wird-gut-Farbe und dann noch Himbeereis! Was soll da schon schief gehen!

Orange ist die zweite Farbe dieser Karte – den Text habe ich aus der halbfetten Elan gesetzt. Diese schöne Schreibschrift von Hans Möhring erschien 1937 bei der D. Stempel AG.

Die Kombination Rosa/Orange erinnert mich an die Farbästhetik der 1970er Jahre. Und der Text passt grade jetzt – kurz vor dem Umzug – so gut zu meiner derzeitigen Situation!

Und zu guter Letzt habe ich mir noch eine Blinkfüer Schablone für mein neues Ladenschild in der Unteren Bachgasse gebastelt. Bedrucken werde ich das Schild heute Nachmittag.