Preview

Heute Abend gibt es eine kleine Preview des Animationsfilms „Liquid Scramble“ in meiner Werkstattgalerie. Der Film dauert ca. 30 Minuten und ist die Pilotfolge einer auf sechs Folgen angelegten Serie. Gestern Abend wurde aufgebaut und heute um 19 Uhr geht’s los. Ich bin so gespannt und es ist ganz wunderbar, die freudige Aufregung des jungen Filmemachers Richard Walther mit zu erleben! Siri, die ich kenne seit sie drei Jahre alt und eines meiner allerersten Buchkinder war,  kommt immer mal wieder vorbei, um mir zu helfen. Zuckersüß von ihr! Gestern hat sie mit einem großen Fensterbild begonnen. Wir sind beide sehr begeistert vom Ergebnis. Die restlichen Motive werden im Laufe der nächsten Woche gemalt.

Licht und Nebel

Die Weihnachtsdruckerei ist in vollem Gange und ein neues kleines Projekt macht sich auf den Weg: Da es häufig zu spontanen Treffen kulturinteressierter und kulturschaffender Menschen in meiner Werkstatt kommt und diese Treffen immer zu regen und sehr interessanten Gesprächen führen, habe ich mir überlegt, einen kleinen Kulturstammtisch ins Leben zu rufen. Jeden ersten Montag im Monat gibt es jetzt ein offenes Treffen in meiner Werkstatt. Ich bin gespannt, was sich daraus so alles entwickelt…Und jeden Abend, nachdem ich die Tür zu meiner Werkstattgalerie abgeschlossen habe, freue ich mich an den schönen warmen Lichtern in den Fenstern der Häuser zu beiden Enden meiner kleinen Passage. Heimelig!Habt alle einen schönen Sonntag, hier in Regensburg hat sich der übliche Novembernebel eingenistet.

Licht, Luft und Sonne

Heute gibt es einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit: Seit ich im August in meine neuen Räume in der Passage zwischen Unterer Bachgasse und Vor der Grieb/Haidplatz gezogen bin, lässt mich die Frage nicht los, wie es dort wohl vor der Sanierung durch die Stadtbau GmbH ausgesehen haben mag. Nachdem ich in sämtlichen gängigen Nachschlagewerken gesucht habe und leider nicht fündig wurde, kam ich auf die Idee, einen Fachmann zu fragen. Anfang der Woche schrieb ich also dem Leiter der hiesigen Denkmalbehörde und bat ihn um Hilfe. Und schon am nächsten Tag erhielt ich seine Antwort. Leider gibt es auch beim Denkmalamt kaum etwas über den Zustand der Passage vor der Renovierung Ende der achtziger Jahre. Aber immerhin einen alten Zeitungsausschnitt vom August 1989 habe ich bekommen. Ende der achtziger Jahre war Altstadtsanierung noch recht neu und mich begeistert das damalige Motto „Licht, Luft und Sonne“! So etwa wurde für alle Mieter in diesem sozialen Wohnungsbau eine Gemeinschaftsdachterrasse eingerichtet, die sich direkt über meiner Werkstatt befindet. Während die oberen Photos die Passage mit meiner Werkstattgalerie aus Richtung der Unteren Bachgasse zeigen, so zeigen die unteren Bilder den Zugang der Passage vom Haidplatz aus. Dieses Gebäude war ursprünglich das Rückgebäude.

Im Vorderhaus, welches zur Unteren Bachgasse gehört, wurden bei den Sanierungsarbeiten im 1. Stock Barockmalereien sowie eine gotische Bohlenstube entdeckt. Diese Wohneinheit wurde daher zu einer Ladeneinheit umgewidmet, um so die historischen Besonderheiten einem breiteren Publikum zugängig zu machen. https://www.regensburg.de/welterbe/welterbe-regensburg/1000-denkmaeler

Dieser Ansatz begeistert mich regelrecht, so wie es mich auf der anderen Seite traurig macht, dass immer mehr historische Ladeneinheiten zu Coworking Spaces werden. Die Mieter dieser Räumlichkeiten verkleben die Schaufenster häufig mit blickdichter Folie, um in Ruhe arbeiten zu können und so verschließt sich dann der Blick auf Kreuzgewölbe, mächtige Steinsäulen und Malereien. Welch ein Jammer! Die Stadt kann auf diese Entwicklung nur bei den Gebäuden reagieren, die ihr selbst gehören. Mit ihrem damaligen Ansatz, bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen, wurde verhindert, dass Wohnen in der Altstadt flächendeckend zu einer Luxusangelegenheit wurde.

With a little help from my friends!

Von guten Freunden, meinem Mann Henning und unserem Sohn Emil hatte ich ja schon beim Umzug so viel Hilfe, dass ich ganz gerührt war! Zu meinem 20jährigen Blinkfüer Geburtstag hat mir dann Rainer von der Palletti Bar mit einem Riesenkühlschrank und diversen guten Getränken enorm geholfen, die Feier zu organisieren. Und diese Woche hat mir der Franz mit viel Mühe stundenlang Lampen für die Werkstatt verlegt – das war u.a. deshalb problematisch, weil nicht in die schöne mittelalterliche Kastendecke gebohrt werden darf (völlig zurecht natürlich). Für soviel Zugewandtheit und Freundlichkeit bin ich enorm dankbar! Was täte ich ohne euch!

Zwischen den verschiedenen Baustellen in meiner Werkstattgalerie arbeite ich an einem neuen Linolschnitt und den wunderschönen Sternenhimmel (13×13 cm) habe ich auch wieder gedruckt. So langsam kehrt also Ruhe ein in meine neuen Räume, zumindest, bis dann der Weihnachtstrubel losgeht.Einen wunderbaren ersten Novembersonntag wünsche ich euch! Wir fahren jetzt nach München und feiern den Geburtstag unseres Sohnes. Hipphipphurra und hoch soll er leben!👇🏻