Fröhlichen Eierregen!

Frohe Ostern! Ich wünsche euch allen fröhliche, bunte, gesellige und sonnige Ostertage! Genießt das lange Wochenende und lasst es euch gut gehen. Die frisch sprießenden Farbtupfer draußen tun so gut nach dem langen Winter mit all seinen Grautönen.

Mein Schatzi hat mir echte Blinkfüer Briefmarken machen lassen (rechteckige Ostereier sozusagen). Wie lieb ist das denn!

In der letzten Woche wurde das Blinkfüer Handdruckatelier beim Stadtmarketing Regensburg als „Schaufenster der Woche“ vorgestellt. Vielen Dank für die Auszeichnung und das kleine Video.

Kollege Schultze lässt grüßen und verkündet Winteröffnungszeiten

Wenn das Jahr noch ein junger Hüpfer ist und noch in der Wiege liegt, schaltet der Alltag einen Gang zurück. Dieses ruhige Dahinplätschern werde ich nutzen, um das Lager für meine Handdruckarbeiten wieder aufzufüllen. In den letzten trubeligen Monaten nach meinem Umzug ist es nun sehr ausgedünnt. Daher werde ich ab jetzt Winteröffnungszeiten haben: Der Mittwoch wird zum Werkstatttag erklärt und die Ladentür bleibt geschlossen. Öffnen werde ich nun Donnerstag und Freitag von 11 – 13 und von 14 – 18 Uhr. Am Samstag bin ich von 11 – 16 Uhr für euch da. Das ist alles mit Schultze besprochen und er hat meinen Plan abgesegnet (wahrscheinlich hofft er darauf, dass ich ihm nun endlich seinen Pool aufbaue).

Nachdem ich letzte Woche viel Briefpapier gedruckt habe……mache ich mich nun an die Linoldruckkarten. Ein neuer Linolschnitt ist auch in Arbeit.

Enorm winterliche Motive sind im Werden…

Beim Arbeiten werde ich von meinen Nachbarn genauestens beäugt… Eine Spatzen Großfamilie wohnt im Efeu an der alten Mauer gegenüber meines Fensters.

Am 19. Januar kommt Irena an, die Gastkünstlerin aus Zagreb, die ich während ihres Aufenthaltes in Regensburg begleiten werde. Ich bin schon ganz gespannt auf sie und ihre Arbeiten. Außerdem habe ich mich wieder für den  „Tag der Druckkunst“ am 14. März angemeldet. Und – zum ersten Mal – auch für die „Europäischen Tage des Kunsthandwerks“ vom 10. – 12. April. Also eigentlich ist es, trotz der ruhigen Jahreszeit, immer noch ganz schön trubelig.

Auf die Neuanfänge!

Einen guten Start in das neue Jahr wünsche ich uns allen. Möge es angefüllt sein mit zahlreichen Freudenhüpfern, zauberhaften Begegnungen, schönen Überraschungen, Mut und Muße und viel gemeinsamer Zeit mit Menschen, die uns lieb und teuer sind, an Orten, die uns Kraft und Energie schenken (für mich ist das ganz eindeutig das Meer).Dieses Winterphoto haben wir schon vor Jahren aufgenommen – noch vor der Renovierung der Steinernen Brücke – und wundersamerweise trugen die Domspitzen gerade mal kein Gerüst (und Schnee hatten wir auch). Die Rote mit dem Pilzschirm bin übrigens ich. Dieses Motiv gehört zu meinen Lieblings Photokarten und es freut mich, dass es euch offenbar genauso gut gefällt.Ein Hoch also auf die Neuanfänge! Dass das Gute bleibt und das andere gut wird! Sláinte!Und diese Photo muss einfach noch sein! Gestern haben mich Siri (mein erstes Buchkind) und die kleine Bertha besucht – ich will auch so eine zuckersüße kleine Kuschel-Bertha! Unbedingt! Dringend!! Subito!!! So ein Mist, dass  Weihnachten schon vorbei ist! Aber nächstes Jahr dann!

Die besten Geschenke

Schön langsam wird’s ruhiger im Blinkfüer. Manchmal kann ich jetzt einfach kurz in meinem gemütlichen orangen Sessel sitzen und aus dem Fenster auf mein Gässchen schauen.

Unsere Söhne sind zu Besuch und das ist immer die schönste Freude! Ganz nach dem Motto: Die besten Geschenke sitzen am Tisch und liegen nicht unterm Baum (na, hoffentlich auch am Ende eines langen, fröhlichen Abends nicht…).

Euch allen wünsche ich ein wunderbar entspanntes, frohes und friedliches Weihnachtsfest mit Menschen, die ihr lieb habt. Ich sage euch Danke für eure Treue – schon über so viele Jahre hinweg – und für euer anhaltendes Interesse an meiner Arbeit. Auch danke ich euch fürs Lesen meiner kleinen Werkstattgeschichten. Lasst es euch gut gehen und habt eine schöne Zeit!

Frühstück!

Die Tage in der Werkstattgalerie sind jetzt sehr turbulent. Viele Passanten kommen rein, schauen sich meine Drucke an und sind ganz interessiert an den historischen Pressen, den Druckvorgängen und den schönen Schriftenschränken. So ergeben sich immer wieder angeregte Gespräche auch mit anderen HandwerkerInnen und KünstlerInnen. Gestern z.B. waren vier TöpferInnen aus Thüringen da, vor ein paar Tagen eine Holzbildhauerin und eine Kalligrafin. Und überdies bekomme ich wunderbaren Besuch von so spannenden wie lieben Menschen aus allen Teilen Deutschlands aber auch aus Österreich, Spanien, Schottland und Frankreich. Die Tage sind angefüllt mit Geschichten, Austausch und quirliger Lebensfreude.

Heute aber, heute ist ein Schlafanzugtag! Keine Termine, keine Werkstatt, kein gar nix, einfach nur Faulsein – wunderbar! Ich hoffe, ihr könnt an diesem Sonntag auch das süße Nichtstun genießen. Und jetzt: Frühstück!

Endlich!

Jetzt hat es doch eine geraume Weile gedauert, bis ich vom Denkmalamt die Genehmigung für meine beiden Ladenschilder bekommen habe. Da sich meine Werkstattgalerie in direkter Nähe zum Alten Rathaus und damit im Herzen des denkmalgeschützten Regensburger Altstadtensembles befindet, gibt es viele Auflagen und die Genehmigung war keinesfalls selbstverständlich, zumal das Schild, das in der Unteren Bachgasse vor dem Eingang meiner Passage auf Blinkfüer hinweist, nicht direkt über meiner „Produktionsstätte“ angebracht ist. Aber jetzt ist es geschafft und endlich hängen sie, meine beiden handbedruckten „Nasenschilder“ (so wird diese Art Werbeausleger genannt).

Das wunderbare Kulturjournal Regensburg hat in seiner Dezember/Januar Ausgabe mit einem sehr schönen Text auf meine Werkstattgalerie hingewiesen. Herzlichen Dank dafür!

Und ansonsten heißt es drucken, drucken, drucken was das Zeug hält und ich freue mich jeden Tag darüber, so einen wunderschönen Arbeitsplatz zu haben, der überdies auch noch so schön warm ist – ein ganz ungewohnter Luxus für mich. Über eure so zahlreichen Besuche freue ich mich übrigens mindestens genauso sehr!

Licht und Nebel

Die Weihnachtsdruckerei ist in vollem Gange und ein neues kleines Projekt macht sich auf den Weg: Da es häufig zu spontanen Treffen kulturinteressierter und kulturschaffender Menschen in meiner Werkstatt kommt und diese Treffen immer zu regen und sehr interessanten Gesprächen führen, habe ich mir überlegt, einen kleinen Kulturstammtisch ins Leben zu rufen. Jeden ersten Montag im Monat gibt es jetzt ein offenes Treffen in meiner Werkstatt. Ich bin gespannt, was sich daraus so alles entwickelt…Und jeden Abend, nachdem ich die Tür zu meiner Werkstattgalerie abgeschlossen habe, freue ich mich an den schönen warmen Lichtern in den Fenstern der Häuser zu beiden Enden meiner kleinen Passage. Heimelig!Habt alle einen schönen Sonntag, hier in Regensburg hat sich der übliche Novembernebel eingenistet.

With a little help from my friends!

Von guten Freunden, meinem Mann Henning und unserem Sohn Emil hatte ich ja schon beim Umzug so viel Hilfe, dass ich ganz gerührt war! Zu meinem 20jährigen Blinkfüer Geburtstag hat mir dann Rainer von der Palletti Bar mit einem Riesenkühlschrank und diversen guten Getränken enorm geholfen, die Feier zu organisieren. Und diese Woche hat mir der Franz mit viel Mühe stundenlang Lampen für die Werkstatt verlegt – das war u.a. deshalb problematisch, weil nicht in die schöne mittelalterliche Kastendecke gebohrt werden darf (völlig zurecht natürlich). Für soviel Zugewandtheit und Freundlichkeit bin ich enorm dankbar! Was täte ich ohne euch!

Zwischen den verschiedenen Baustellen in meiner Werkstattgalerie arbeite ich an einem neuen Linolschnitt und den wunderschönen Sternenhimmel (13×13 cm) habe ich auch wieder gedruckt. So langsam kehrt also Ruhe ein in meine neuen Räume, zumindest, bis dann der Weihnachtstrubel losgeht.Einen wunderbaren ersten Novembersonntag wünsche ich euch! Wir fahren jetzt nach München und feiern den Geburtstag unseres Sohnes. Hipphipphurra und hoch soll er leben!👇🏻

Jubiläum

Es war ein ganz wunderbares Fest am Freitag zu meinem 20. Blinkfüer Jubiläum! Und obwohl ich mich erst sehr kurzfristig dazu entschlossen hatte, eine kleine Feierei zu veranstalten, sind doch viele Menschen gekommen und es gab schöne Gespräche, viel Gelächter und leckeres Essen, das von verschiedenen Freunden mitgebracht wurde. Hier ein paar Fotos, aufgenommen, bevor die vielen Besucher:innen kamen (ich hatte sogar die Werkstatt aufgeräumt). Um drei Uhr morgens bin ich dann müde und glücklich ins Bett gefallen.

20 Jahre!

Nach einem Zufallsfund auf dem Flohmarkt – eine alte Blechdose mit Buchstabenschablonen – begann ich, mehr aus Lust und Laune als aus einer konkreten Absicht heraus, Literaturzitate auf T-Shirts und andere Träger zu drucken.

Mit diesen Drucken bewarb ich mich für das auf sechs Wochen angelegte „Kunstkaufhaus“ im jetzigen Degginger Gebäude in der Regensburger Altstadt. „Kunstkaufhäuser“ waren Anfang der 2000er Jahre in ganz Deutschland ein Format, in dem niederschwellig für jeweils sechs Wochen Kunst in leerstehenden Gebäuden präsentiert wurde. Eine frühe Form der heute überall zu findenden PopUp Läden.

Am 24.10.2005 gründete ich dann im Rahmen des Regensburger Kunstkaufhauses (K2H) mein Handdruckkabel „Blinkfüer“. Nach den geplanten sechs Wochen ging’s mit Blinkfüer weiter, da ich so begeistert von den traditionellen Drucktechniken war und mehr darüber lernen wollte. Was im Vorübergehen begann und nur für kurze Zeit geplant war, wurde zu meiner Leidenschaft und zu meinem Beruf.

Schon Anfang 2006 bezog ich mein erstes angemietetes Atelier im Kuss Künstlerhaus, in dem sich – neben meinem Druckatelier im Dachgeschoss – auch noch ein Keramik-, Glas- und Malatelier befanden. Hier fing ich auch an, mich vermehrt mit dem Linoldruck und mit Papierarbeiten zu befassen.

Vom „KUSS“ zog ich 2008 mit meinem Atelier weiter in ein verwunschenes Gartenhäuschen in Stadtamhof. Meine Arbeiten wurden in dieser Zeit von bis zu acht Regensburger Läden verkauft und ich bot sie auf verschiedenen Messen und Kunstmärkten an.

In dieser Zeit hatte ich auch einen Schaukasten im ehemaligen Gloria Kino, den ich jeden Monat neu gestaltete. Dieses legendäre Gebäude aus den 1950er Jahren steht nun leider schon seit Jahren leer. Ein Jammer!

Anfang 2010 mietete ich dann mein erstes Handdruckatelier im Regensburger Waaggässchen. Im hinteren Bereich der kleinen Räume richtete ich meine Werkstatt ein und im vorderen Teil den Verkaufsraum. In diese Zeit fällt auch der Ankauf meines ersten Boston Tiegels. Ein Meilenstein für mich, und der Textildruck wurde nun zunehmend von meinen Papierarbeiten abgelöst. Meine Arbeiten jetzt selbst präsentieren und vor Ort verkaufen zu können, kam ebenfalls  einem Quantensprung gleich.

Anfang 2016 zog ich weiter in die hellen und großzügigeren Räume eines Jugendstilgebäudes in der Oberen Bachgasse. Hier hatte ich drei Zimmer zur Verfügung: Das größte wurde zum Ausstellungs- und Verkaufsraum, das kleinste zu meiner Werkstatt und das mittelgroße mit seinem schönen Fischgrätparkett wurde durch meine Buchkinderkurse belebt.

Und nun, kurz vor meinem 20. Geburtstag, gab es nochmal eine große Veränderung: Zum September 2025 zog ich um in wunderschöne, historische Räume direkt im Zentrum der Regensburger Altstadt. Im oberen Bereich befindet sich meine Werkstatt, unten ist die Galerie. Ich bin so verliebt in dieses offene Zweigeschoss mit seinen mächtigen Kalksteinquadern aus der Römischen Legionslagermauer, der mittelalterlichen Kastendecke und dem wunderbaren Bullaugenfenster! Am liebsten würde ich dort direkt einziehen… Sogar eine Gemeinschafts-Dachterrasse gibt es! Wo ich bisher interessierten Besucher:innen meine Arbeit und die alten Handdruckpressen erklärte, kommen jetzt noch Erläuterungen zu mittelalterlicher Bauweise hinzu.

Ich fühle mich vom Glück geküsst und werde am 24.10.25 ab 17 Uhr eine kleine Feierei in meiner neuen Werkstattgalerie veranstalten. Kommt sehr gerne zum Anstoßen rum. Ich freu mich auf euch!