AugenBlicke

Diese Woche war so viel los, dass ich nicht wirklich zum Photographieren gekommen bin. Aber hier wenigstens ein paar Momentaufnahmen für euch:

Wunderbaren Besuch hatte ich sowohl von einer sehr lieben Freundin aus Heidelberg, die jedes Jahr zu den Tagen der Alten Musik nach Regensburg kommt, als auch von meiner Lieblings Elli. Schon seit gut 15 Jahren machen Elli und ich vor oder in meinem Handdruckatelier je ein Sommer- und ein Winterphoto. Das haben wir in letzter Zeit etwas vernachlässigt, aber dafür jetzt: Tadaaa! Unser Sommerphoto 2026 (kleidungs- und farbtechnisch haben wir uns nicht abgesprochen. Ich schwörs!).

Und hier ein paar Werkstattein- und ausblicke: Schlicht verliebt bin ich in diesen, in meinen Ort und freue mich jeden Tag darüber, hier arbeiten zu können!

Draußen vor der Tür

Neue Druckgrafiken sind im Werden. Sie erzählen von der Sehnsucht nach dem Anderswo. Reisend könnte ich mein Leben auch verbringen…

Sonnige Aussichten für das lange Pfingstwochenende! Pfiat eich!

Das Bullauge gibt den Blick frei Richtung Orphee Turm, der über und über mit wildem Wein und den Zeichnungen eines Regensburger Künstlers bedeckt ist.

Tag der Druckkunst

Zahlreiche Interessierte kamen gestern zum „Tag der Druckkunst“ in die Werkstattgalerie. Etwa 80 bis 100 Besucher*innen informierten sich voller Interesse über die verschiedenen Drucktechniken und wer wollte, konnte selbst Hand anlegen. Zum ersten Mal hatte ich drei Gäste eingeladen (sonst immer nur einen) und ich war etwas nervös, ob es oben in der Werkstatt nicht zu eng oder zu laut wird (es war schließlich eine Premiere in meinen neuen Räumen). Aber es klappte ganz wunderbar und alle waren zufrieden (und wir vier Ausstellenden am Abend dann auch ganz schön platt).

Hein Schmid übertrug sein Photo einer „Gemeinen Stubenfliege“ in einen Linolschnitt.

Stefan Alt stellte den Pflanzen- und Tetrapackdruck vor.

Von Besucher*innen gedruckte Blätter

Ich habe den Handpressendruck an meinem 150 Jahre alten Boston Tiegel erläutert und vorgeführt. Besucher*innen konnten selbst ein Lesezeichen oder eine Karte drucken. Richard Schleich, der extra aus München angereist war, demonstrierte den japanischen „Gyotaku“, den Fischdruck: Vor etwa 200 Jahren entwickelten Fischer diese Drucktechnik um ungewöhnlichen Fang zu dokumentieren. Es bedarf einiger Vorbereitungen des „Druckstocks“ bevor dann mit sehr viel Fingerspitzengefühl vom echten Fisch gedruckt wird.

Hier seht ihr meinen zweiten Gyotaku. Bin ein bisschen stolz, auch wenn da noch viel Luft nach oben ist. Aber, learning by doing und Erfahrungswerte (etwa bei der Papierwahl, der Konsistenz der angemischten Farbe, der Menge des Farbauftrags oder auch bei der Kolorierung) werden sich dann mit der Zeit einstellen.Die Vorbereitungen des Fisches kosten mich doch einige Überwindung, aber ich werde trotzdem dranbleiben, da die Technik einfach zu spannend ist!

Und heute mache ich einfach mal nichts. Kein Drucken, keine Werkstatt, kein Reden, rein gar nichts! Und das mit voller Hingabe! Genießt den Sonntag ihr Lieben.

Dankeschön!

In den letzten Wochen habe ich so viele schöne Geschenke bekommen, dass ich ganz gerührt bin!

Die Wohnung einer sehr freundlichen und langjährigen Kundin wurde aufgelöst und ihre Nichte brachte mir (neben anderen schönen Dingen) ein 120 Jahre altes Teetischchen vorbei, „weil es doch so gut in die Werkstattgalerie passt“. Wie lieb von ihr!

Am Donnerstag kamen drei Pragerinnen in meine Galerie und, wie so oft, ergab sich ein sehr schönes Gespräch zwischen uns (auf Englisch). Die jüngste von ihnen, Zoë, grade einmal 12 Jahre alt, konnte kein Englisch und begann stattdessen während unserer Unterhaltung zu skizzieren und hier ist ihre Zeichnung. Was für ein begabtes Mädchen! (Das Photo poste ich mit ihrem und ihrer Mutter Einverständnis).

Dann besuchte mich eine Lehrerin, an deren Schule alle großen alten Schulwandkarten weggeworfen werden. Sie hat an mich gedacht und mir einen ganzen Schwung davon vorbei gebracht (und diese Wandkarten sind richtig schwer, sag ich euch).

Uuuund, bei mir wurde für das Bayerische Fernsehen gedreht. Ein sehr nettes Drehteam war da, und wir hatten viel Spaß. Der Sendetermin steht noch nicht fest, der Beitrag soll aber demnächst im Format „Wir in Bayern“ ausgestrahlt werden und mein Dank gilt der Autorin und Regisseurin Andrea Köppler.

Der März ist da und mit ihm steht der – zunächst noch bundesweite – „Tag der Druckkunst“ nun schon zum achten Mal vor der Tür. Mittlerweile hat sich dieser schöne Feiertag auf verschiedene europäische Länder ausgeweitet und entsprechende Veranstaltungen sind auch in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Italien und Frankreich zu finden. Von Beginn an beteilige ich mich mit dem Blinkfüer Handdruckatelier und öffne jedes Jahr meine Werkstatt für interessierte Besucher*innen. Das Kulturjournal Regensburg hat meine Veranstaltung am 14. März dankeswerterweise schonmal angekündigt.

Stefan Alt, letztes Jahr noch als Besucher beim Tag der Druckkunst, wird dieses Jahr als Drucker dabei sein. Bei einem Vorgespräch in meiner Werkstatt hat er dieses schöne kleine Stillleben meines handgeschnittenen Logo-Stempels aufgenommen.

Et voilà, das war sie, meine Danksagung und es ist ein etwas längerer Newsletter geworden, aber es war ja auch ganz schön viel los hier. Genießt den schönen Sonntag – endlich mit Sonne und Vogelgezwitscher! Lasst es euch gut gehen.

Willkommen, bienvenue, welcome!

Schon seit der Eröffnung meiner Werkstattgalerie Anfang 2010 stelle ich neben meinen eigenen Arbeiten auch die von befreundeten KünstlerInnen aus. Heute möchte ich euch gerne sechs KünstlerInnen vorstellen, die mich schon lange begleiten.

Auch wenn wir uns schon seit 2017 kennen, haben wir uns tatsächlich „in Echt“ noch immer nicht getroffen, die Heidelberger Künstlerin und Schmuckgestalterin Silke Prottung und ich, aber wir telefonieren häufig, schreiben einander und stellen gegenseitig unsere Arbeiten aus. Ich liebe ihre verträumten, zarten Radierungen sehr und irgendwann, möglichst ganz bald, treffen wir uns auf einen Kaffee und einen ausgiebigen Ratsch von Angesicht zu Angesicht. Darauf freue ich mich schon jetzt!

Auch der Leipziger Künstler Peter Padubrin-Thomys und ich haben uns in persona noch nie getroffen, fühlen uns aber durchaus nah und verbunden. Auf seine wunderbaren, federleichten Zeichnungen und Druckgrafiken wurde ich durch die spiegelverkehrt geschriebenen Sentenzen aufmerksam, die auf den meisten seiner Blätter zu finden sind. Seit 2019 haben seine Arbeiten einen festen Platz bei mir und – seid gewarnt – sie haben Suchtpotential, ich habe schon so einige von ihnen.

2022 stand der Regensburger Zeichner und Insektograf Hein Schmid in meiner Werkstattgalerie und zeigte mir seine beeindruckenden, naturalistischen Zeichnungen mit der Frage, ob ich sie nicht ausstellen möchte. Ich wollte und will bis heute. Seitdem sind seine akademischen Zeichnungen aus dem Blinkfüer nicht mehr wegzudenken. Auch beim jährlichen „Tag der Druckkunst“ im März ist Hein ein regelmäßiger Gast in meinem Handdruckatelier.

Im März 2023 lernte ich den Hamburger Künstler Martin Graf kennen. Wir stellten beide auf der BuchDruckKunst Messe im Hamburger Museum der Arbeit aus und er bot mir seine zauberhaften Bastelbögen an. Mittlerweile haben sich auch seine Druckgrafiken und humorvollen Bücher hinzugesellt. Seine Arbeiten sind bei euch – und natürlich auch bei mir – enorm beliebt.

Die ungewöhnlichen und wunderschönen, aus Rindsleder in zwei Stücken ohne Nähte gearbeiteten Modautaler Schachteln von Guido Egert mag ich ganz besonders gerne. Ich besitze selbst zwei dieser handgearbeiteten, mit einer Pflanzenprägung versehenen und mit Bienenwachs veredelten Etuis. Sie begleiten mich auf jede Reise und bieten meinen Schmuckstücken und kleinen, am Strand entdeckten Fundstücken eine sichere Behausung und seit 2023 gehören sie auch zum Blinkfüer.Von Anfang an dabei sind die Briefmarkenbilder des Erdinger Künstlers Peter Fütterer. Diese ungewöhnlichen, zauberhaften Kleinode sind durch Briefmarken inspirierte Aquarelle, meist in der Größe DIN A6. Peter greift das durch die Briefmarken vorgegebene Motiv auf und setzt es mit künstlerischen Mitteln phantasievoll fort. Besonders gut gefallen mir seine Wespennestbilder: Hierfür präpariert er einzelne Schichten eines Wespennests heraus und ergänzt dieses hauchfeine, papierene Gewebe, das farblich und von seiner Struktur her an einen Fels erinnert, dann um ein Aquarell. Jeden einzelnen meiner Gäste habe ich liebend gerne in meiner Werkstattgalerie, keinen möchte ich missen und über die seit vielen Jahren bestehende vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit freue ich mich sehr!

Preview

Heute Abend gibt es eine kleine Preview des Animationsfilms „Liquid Scramble“ in meiner Werkstattgalerie. Der Film dauert ca. 30 Minuten und ist die Pilotfolge einer auf sechs Folgen angelegten Serie. Gestern Abend wurde aufgebaut und heute um 19 Uhr geht’s los. Ich bin so gespannt und es ist ganz wunderbar, die freudige Aufregung des jungen Filmemachers Richard Walther mit zu erleben! Siri, die ich kenne seit sie drei Jahre alt und eines meiner allerersten Buchkinder war,  kommt immer mal wieder vorbei, um mir zu helfen. Zuckersüß von ihr! Gestern hat sie mit einem großen Fensterbild begonnen. Wir sind beide sehr begeistert vom Ergebnis. Die restlichen Motive werden im Laufe der nächsten Woche gemalt.

Auf ein Neues!

Meine ersten Arbeiten in der neuen Werkstatt sind getan: Als erstes ist ein collagierter, zweifarbiger Linoldruck entstanden. Den Hintergrund bildet eine Seite aus einem alten Zoologiebuch.

Ich arbeite sehr sehr gerne an meinem neuen Arbeitsplatz und beobachte dabei immer mal wieder die grünbewachsene alte Mauer vor meinem Fenster, dort gibt es nämlich jeden Tag das reinste Spatzentheater!Dann habe ich den ersten Schwung Tages- & Wochenkalender frisch bedruckt. Schnell sein lohnt sich hier, die Kalender sind sehr beliebt. Und der wunderbare Buchkinder Wandkalender ist auch schon zu haben. Ich freue mich jedes Jahr auf ihn! Auch die von mir heiß geliebten handgearbeiteten Modautaler LederSchachteln von Guido Egert haben wieder ihren festen Platz in meiner Werkstattgalerie gefunden (die Plakatklettern, die vorher in diesem Setzkasten lagen, sind eine Etage tiefer gezogen).Genießt den schönen, schon herbstlich anmutenden Sonntag, ich gehe derweil in meinen alten Laden zum Streichen… Am 29.9. ist die Übergabe.

Tag der Druckkunst

So viele interessierte Menschen haben Hein und mich gestern zum 7. Tag der Druckkunst im Blinkfüer besucht und sich über die verschiedenen künstlerischen Hochdrucktechniken informiert. Während der Insektograf Hein Schmid (https://derinsektograf.de/) im Buchkinderraum seine Wespenzeichnung in eine Linolplatte geschnitten hat, habe ich in der Werkstatt über den Handsatz erzählt, einige Blei- und Holzschriften gezeigt und meine historischen Handpressen erklärt und vorgeführt. Besondere Freude hatten alle bei ersten eigenen Druckversuchen am Boston Tiegel. Es wurde viel gelacht, geredet und gefachsimpelt und am Ende des Tages konnten alle eine selbstgedruckte Büttenkarte mit nach Hause nehmen.

Ganz herzlichen Dank an Mariya für die Photos! Ohne dich hätte ich jetzt nichts zum Herzeigen.

Und wie schön, dass ich heute frei habe, ich kann nämlich kaum noch reden… Später werde ich auf den ersten Flohmarkt des Jahres gehen, er läutet den Frühling ein und die Sonne spinkst auch schon zwischen den Wolken vor. Habt alle einen schönen Sonntag!Eine Besucherin brachte sogar selbstgebackene Blinkfüer Kekse mit. Wie lieb und was für eine tolle Überraschung! 🧡 Es sind schon alle weggeputzt – direkt schade, sie waren so schön zum Anschauen, ein richtiges Küstenbild, mit allem, was dazugehört.

Tag der Druckkunst 2024

Save the date!

Am 15.März jährt sich der nationale Tag der Druckkunst schon zum sechsten Mal. Auch im Blinkfüer Handdruckatelier wird dieser Tag wieder gefeiert und ich lade zu Werkstattführungen und Drucken am Boston Tiegel ein. Zu Gast ist der Zeichner und Insektograf Hein Schmid https://derinsektograf.de/ Wir freuen uns von 14 bis 18 Uhr auf euch! Ach ja, und ich freue mich natürlich sehr, dass der BBK (Bundesverband Bildender KünstlerInnen) mein Ampersand Photo im diesjährigen Flyer veröffentlicht hat!

Die traditionellen und künstlerischen Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen wurden mit Beschluss der Deutschen UNESCO Kommission im März 2018 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Endlich!

Nach zweiwöchiger Zwangspause (ich hatte eine Lungenentzündung) bin ich heute ab 14 Uhr wieder im Handdruckatelier. Auf dem Photo seht ihr Details aus meinem aktuellen Schaufenster: Einen gerahmten Linoldruck mit einem meiner Lieblingsmotive 🐟 und ein zauberhaftes Mobile der Edition 8×8, das ihr aus einem Bastelbogen ausschneiden und zusammenkleben könnt.