Freitags gibt’s ja bekanntlich Fisch:
Die Fotos erzählen vom Entstehungsprozess meiner Linoldrucke. Von der Zeichnung über das Schneiden der Druckplatte bis hin zum fertigen Handdruck.
Nach dem Übertragen meiner Zeichnung mittels Blaupapier auf die Linol- oder Holzplatte, wird das Motiv mit sehr scharfen Linolmessern, Vorsicht und großer Konzentration in die Platte geschnitten.



An der Wellenplatte zum Beispiel habe ich 5 Stunden lang gearbeitet… Ein falscher Schnitt, und die Platte ist hin! Sind die Druckplatten nach geraumer Zeit endlich fertig, geht’s ans Mischen der Farbe.
Bei den Wellen entscheide ich mich meist für ein besonderes Effektdruckverfahren, den Irisdruck. Hierfür werden verschiedene Farben nebeneinander auf den Farbstein gegeben und dann mit der Handwalze von oben nach unten verrieben. Dadurch entsteht ein Farbverlauf, der bei jedem Druck anders ausfällt und somit jedes Blatt zu einem Unikat macht. Mit der Handwalze wird dann die Druckplatte eingefärbt und Japanpapier aufgelegt, welches mit einem speziellen Glasanreiber mit gleichmäßigem Druck und vorsichtigen Kreisbewegungen auf das Motiv gerieben wird.
Ein langer Weg also, bis zum fertigen Handdruck. Slow printing kann man es mit Fug und Recht nennen.
Dieser Prozess wurde auch vom BR in einem Portrait über mich schön eingefangen ➡️ „Die Handdruckerin Susanne Kauth“






An meinem jüngsten Linoldruck „Haferzweige“ habe ich weiter gearbeitet und im Werden ist eine Collage auf feinstem japanischem Katazome Papier. Nächste Woche werde ich noch Details hinzufügen und bin selbst schon ganz gespannt, wie sich das Bild noch entwickeln wird.









Die letzten Tage habe ich also Briefpapier für verschiedene Briefmappen gedruckt.






Das wunderbare 





Ich habe mir das ganze Gekrache und Geschepper dann mit Himbeereis versüßt.




