Vor Kurzem habe ich diesen schönen, etwa 120 Jahre alten Holzschnitt eines Liegestuhls erstanden, welcher allerdings nie fertig geschnitten wurde.
Möglicherweise hat der Graveur bzw. der Formschneider den Schreibfehler, das fehlende C bei „Shmetterling“, erst relativ spät bemerkt und die Fertigstellung des Holzschnitts daraufhin abgebrochen. Genau diesen Fehler aber finde ich besonders charmant und habe mich daher dazu entschlossen, das überschüssige Holz selbst wegzuschneiden um dieses schöne kleine Motiv so druckfein zu machen.
Ein sehr mühsames und kniffliges Unterfangen allerdings, wie ich feststellen musste, denn ich brauchte einen ganzen Nachmittag, um diesen fein ausgearbeiteten Klappliegestuhl (daher wohl auch der Produktnamen „Schmetterling“) freizustellen. Der alte Proxxon meines Vaters hat mir dabei sehr gute Dienste geleistet!

Fehldrucke
Nach stundenlanger Schnitz- und Schleifarbeit, diversen Fehldrucken und piratesken Flüchen hatte ich es dann endlich geschafft. Jetzt muss ich mir noch einen passenden Text überlegen, der mir ziemlich sicher während meiner Sommerpause einfallen wird…
Sommerfrische und Liegestuhl erwarten mich nämlich vom 19.8. bis zum 10.9. und das Handdruckatelier bleibt derweil geschlossen. Euch wünsche ich einen erholsamen und genussvollen Spätsommer!





Sonnige Aussichten für das lange Pfingstwochenende! Pfiat eich!
Nach dem Übertragen meiner Zeichnung mittels Blaupapier auf die Linol- oder Holzplatte, wird das Motiv mit sehr scharfen Linolmessern, Vorsicht und großer Konzentration in die Platte geschnitten.



Bei den Wellen entscheide ich mich meist für ein besonderes Effektdruckverfahren, den Irisdruck. Hierfür werden verschiedene Farben nebeneinander auf den Farbstein gegeben und dann mit der Handwalze von oben nach unten verrieben. Dadurch entsteht ein Farbverlauf, der bei jedem Druck anders ausfällt und somit jedes Blatt zu einem Unikat macht. Mit der Handwalze wird dann die Druckplatte eingefärbt und Japanpapier aufgelegt, welches mit einem speziellen Glasanreiber mit gleichmäßigem Druck und vorsichtigen Kreisbewegungen auf das Motiv gerieben wird.
Ein langer Weg also, bis zum fertigen Handdruck. Slow printing kann man es mit Fug und Recht nennen.






An meinem jüngsten Linoldruck „Haferzweige“ habe ich weiter gearbeitet und im Werden ist eine Collage auf feinstem japanischem Katazome Papier. Nächste Woche werde ich noch Details hinzufügen und bin selbst schon ganz gespannt, wie sich das Bild noch entwickeln wird.









Die letzten Tage habe ich also Briefpapier für verschiedene Briefmappen gedruckt.






Das wunderbare 



