Rund, rund, rund…

… ist alles, was ich mag!

Tatsächlich liebe ich Kreise und Punkte und sie finden sich in allen Farben und Größen auf meinen Drucken wieder. So zum Beispiel auf einer meiner Lieblingskarten, die ich nun endlich neu auflgelegt habe. Dabei habe ich verschiedene Arbeitsschritte fotografisch für euch dokumentiert.

Am Anfang, ganz am Anfang, steht die Idee💡 Habe ich eine, überlege ich, wie ich diese bildnerisch und typografisch umsetzen möchte und entwerfe verschiedene Varianten. Nachdem ich mich für einen Entwurf entschieden habe,  setze ich den ersten Teil der Karte und drucke die erste Farbe (das große Rad hinter den gelben Kreisen ist übrigens das Schwungrad meines alten Trettiegels).

An dieser Stelle mein Dank an Christa für die kleinen Schmuckpunkte!
Ist das schöne Gelb getrocknet, drucke ich den zuvor von Hand gesetzten Text in einem tiefen Petrol.

Ist auch die zweite Farbe trocken, geht’s – in Ermangelung eines Perforiergeräts – an die Nähmaschine (mit einer eigens für die Perforierung gebastelten Anlage).

Zu guter Letzt kommt noch die Schere zum Einsatz und erst dann ist sie fertig, meine Sonnenkarte.

Willkommen, bienvenue, welcome!

Ein herzlichen Willkommen all meinen neuen – und alten – Abonnenten! Schön, daß ihr hier seid!

Am Freitag habe ich große, leuchtend orangene Halbsonnen gedruckt und die Blätter auf die Trockenleiste gehängt. Alles gut soweit, bis, ja bis ein Windstoß durch die offene Ladentür hereingefegt ist… Anfänglich tanzten die Drucke noch fröhlich im Luftzug, bis dann die noch feuchten Sonnen aneinander kleben blieben! Ich hatte sie etwas eng gehängt, was ohne Windhauch auch ok gewesen wäre… Ein Jammer, aber da kann man nix machen: shit happens. Also, alles auf Anfang und neu drucken.Auf dem vorderen Blatt kann man den Schaden gut erkennen: Rechts hat die Sonne jetzt einen orangen Schatten.

Sobald die neuen Sonnen dann gedruckt und getrocknet sind, wird der mehrfarbige Text für einen Unikatdruck hinzugefügt:Die angemischten Farben erinnern mich so schön an Campino Bonbons, die ich immer noch gerne lutsche (am liebsten mag ich die ganz dunklen – Johannisbeere – glaub ich).

Viel Besuch…

…gab’s diese Woche: Erst kam mich der Buchdrucker und Maschinenmeister Walter aus Hamburg besuchen und hat sich direkt an die Arbeit gemacht und sich um mein Sorgenkind, den kleinen Trettiegel, gekümmert. Leider hat sich dabei meine Befürchtung bestätigt: dieser schöne Tiegel ist nur sehr bedingt druckfähig und eine Reparatur würde enorm teuer werden. Walter hat ihn soweit wieder hingekriegt, dass ich ihn nun für sehr sehr kleine Auflagen benutzen kann (hoffentlich!).

Die nächste Besucherin war meine LieblingsLena aus Leipzig, die sich auf ihren Regensburg Besuchen auch immer in meiner Handdruckei blicken lässt. Sie hat mir geholfen, meinen Neuzugang, eine schöne 14 Cicero Antiqua Holzschrift, zu waschen.  Und schließlich habe ich gestern dann noch ein wenig mit meiner seltenen und ganz ungewöhnlichen „Delfino“ Holzschrift gespielt. Rundum waren es schöne Arbeitstage diese Woche.

BuchDruckKunst

Bald ist es soweit, und die BuchDruckKunst Messe öffnet ihre Türen im Hamburger Museum der Arbeit. Vom 5. bis 7. April zeigen über 60 AusstellerInnen einem großen Publikum ihre Arbeiten. Don’t miss it!

In meiner Werkstatt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Verbindet doch einen Ausflug ins wunderschöne Hamburg mit einem Besuch auf unserer Messe. Es lohnt sich allemal!

Die Tickets können auch online gebucht werden https://buchdruckkunst.com/jetzt-tickets-online-buchen/

Meine Werkstatt wird von Typografiken geflutet.

Von Händen und Menschen

Zum Tag der Druckkunst fanden überraschend viele interessierte große und kleine Menschen den Weg ins Handdruckatelier – sogar zwei meiner allerersten Buchkinder kamen zu Besuch. Über das rege Interesse haben wir uns sehr gefreut und hatten viel Spaß: Es gab Brezn & Gummibärchen, Brause & Bier, angeregte & anregende Gespräche, erste Druckversuche, zeichnen mit Federkiel & Tusche, erste Linolschnitterfahrungen und dann habe ich auch noch Blümis bekommen. Mit einem Wort: Es war superkalifragelistikexpialigetisch!

Dank an Hein Schmid, den großartigen Zeichner und Insektografen, fürs Mitmachen. https://derinsektograf.de/

Helene, eins meiner ersten Buchkinder, neben ihrem „Taucherin“ Linoldruck von 2018.

Tag der Druckkunst 2024

Save the date!

Am 15.März jährt sich der nationale Tag der Druckkunst schon zum sechsten Mal. Auch im Blinkfüer Handdruckatelier wird dieser Tag wieder gefeiert und ich lade zu Werkstattführungen und Drucken am Boston Tiegel ein. Zu Gast ist der Zeichner und Insektograf Hein Schmid https://derinsektograf.de/ Wir freuen uns von 14 bis 18 Uhr auf euch! Ach ja, und ich freue mich natürlich sehr, dass der BBK (Bundesverband Bildender KünstlerInnen) mein Ampersand Photo im diesjährigen Flyer veröffentlicht hat!

Die traditionellen und künstlerischen Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen wurden mit Beschluss der Deutschen UNESCO Kommission im März 2018 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.