Hallo, schön, dass du hier bist!

Mein Name ist Susanne Kauth. Seit 2005 entwerfe, gestalte, setze und drucke ich in meinem Handdruckatelier feine Papeterie, Typografiken und eigene Zeichnungen, die ich in Linol schneide. Gedruckt werden meine von Hand gesetzten Kunstkarten auf einer manuell betriebenen 150 Jahre alten Klapptiegelpresse, einem sog. Boston Tiegel. Die großen typografischen Kunstdrucke entstehen an einer Andruckpresse aus den 1960er Jahren. Ich arbeite rein analog, ganz ohne Elektrik, kein Motor hilft. Die historischen Druckpressen bilden zusammen mit alten Blei- & Holzschriften, vielen Klischees und meinen eigenen Linolschnitten das Herzstück meiner Werkstatt. Alle Arbeiten sind Unikate oder Kleinstserien, die ich seit 2010 in meiner der Werkstatt direkt angeschlossenen Galerie verkaufe. Druckfrisch!

❄️Winteröffnungszeiten❄️
Do. bis Fr. 11 – 13 & 14 – 18 Uhr, Sa. 11 – 16 Uhr 

☎️ 0172 6672327  💌 blinkfuer@gmx.de

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Guten Morgen allerseits!

So langsam füllt sich meine Werkstattgalerie wieder. Einen meiner absoluten Lieblinge habe ich neu aufgelegt: Mein Hering und sein kleiner Fischer sind wieder zu haben. Für diesen Linolschnitt benutze ich ein spezielles Effektdruckverfahren, den Irisdruck (oder auch Regenbogendruck). Hierfür gebe ich verschiedene Blautöne, Grün und einen Hauch Orange nebeneinander auf den Farbstein und verreibe die Farben von oben nach unten mit der Handwalze, bis sich ein schöner Farbverlauf ergibt. Auf jedem Blatt changiert der Hering nun in verschiedenen Nuancen und jeder Druck wird so zum Unikat.

An meinem jüngsten Linolschnitt, den filigranen Haferzweigen, schneide ich immer noch nach jedem Einfärben Teile aus der Platte heraus, die nicht mitdrucken sollen. Eine Herausforderung, vor allem, weil bei diesen zarten Linien ein falscher Schnitt zum Ruin führen kann!Bevor nun das Leitmotiv in schwarz gedruckt wird, drucke ich die große neonorangene Sonne. Orange ist eine meiner Lieblingsfarben (habt ihr wahrscheinlich schon bemerkt), so leuchtend und energiegeladen! Ist die erste Farbe getrocknet, wird die zweite gedruckt. Und, tadaaa, es sind drei schöne, randscharfe Drucke gelungen (das Photo allerdings ist unscharf, seh ich grade).

Und auch der kleine, ungewöhnliche alte Holzkoffer, der ursprünglich einer Nonne gehörte und in den alles reinpassen musste, was sie mit ins Kloster nehmen wollte, füllt sich peu à peu wieder mit Briefmappen.

Kommt also gerne rum und schaut euch alles selbst an (Achtung, noch gelten meine Winteröffnungszeiten von Donnerstag bis Samstag). Habt einen schönen, faulen Sonntag!

Willkommen, bienvenue, welcome!

Schon seit der Eröffnung meiner Werkstattgalerie Anfang 2010 stelle ich neben meinen eigenen Arbeiten auch die von befreundeten KünstlerInnen aus. Heute möchte ich euch gerne sechs KünstlerInnen vorstellen, die mich schon lange begleiten.

Auch wenn wir uns schon seit 2017 kennen, haben wir uns tatsächlich „in Echt“ noch immer nicht getroffen, die Heidelberger Künstlerin und Schmuckgestalterin Silke Prottung und ich, aber wir telefonieren häufig, schreiben einander und stellen gegenseitig unsere Arbeiten aus. Ich liebe ihre verträumten, zarten Radierungen sehr und irgendwann, möglichst ganz bald, treffen wir uns auf einen Kaffee und einen ausgiebigen Ratsch von Angesicht zu Angesicht. Darauf freue ich mich schon jetzt!

Auch der Leipziger Künstler Peter Padubrin-Thomys und ich haben uns in persona noch nie getroffen, fühlen uns aber durchaus nah und verbunden. Auf seine wunderbaren, federleichten Zeichnungen und Druckgrafiken wurde ich durch die spiegelverkehrt geschriebenen Sentenzen aufmerksam, die auf den meisten seiner Blätter zu finden sind. Seit 2019 haben seine Arbeiten einen festen Platz bei mir und – seid gewarnt – sie haben Suchtpotential, ich habe schon so einige von ihnen.

2022 stand der Regensburger Zeichner und Insektograf Hein Schmid in meiner Werkstattgalerie und zeigte mir seine beeindruckenden, naturalistischen Zeichnungen mit der Frage, ob ich sie nicht ausstellen möchte. Ich wollte und will bis heute. Seitdem sind seine akademischen Zeichnungen aus dem Blinkfüer nicht mehr wegzudenken. Auch beim jährlichen „Tag der Druckkunst“ im März ist Hein ein regelmäßiger Gast in meinem Handdruckatelier.

Im März 2023 lernte ich den Hamburger Künstler Martin Graf kennen. Wir stellten beide auf der BuchDruckKunst Messe im Hamburger Museum der Arbeit aus und er bot mir seine zauberhaften Bastelbögen an. Mittlerweile haben sich auch seine Druckgrafiken und humorvollen Bücher hinzugesellt. Seine Arbeiten sind bei euch – und natürlich auch bei mir – enorm beliebt.

Die ungewöhnlichen und wunderschönen, aus Rindsleder in zwei Stücken ohne Nähte gearbeiteten Modautaler Schachteln von Guido Egert mag ich ganz besonders gerne. Ich besitze selbst zwei dieser handgearbeiteten, mit einer Pflanzenprägung versehenen und mit Bienenwachs veredelten Etuis. Sie begleiten mich auf jede Reise und bieten meinen Schmuckstücken und kleinen, am Strand entdeckten Fundstücken eine sichere Behausung und seit 2023 gehören sie auch zum Blinkfüer.Von Anfang an dabei sind die Briefmarkenbilder des Erdinger Künstlers Peter Fütterer. Diese ungewöhnlichen, zauberhaften Kleinode sind durch Briefmarken inspirierte Aquarelle, meist in der Größe DIN A6. Peter greift das durch die Briefmarken vorgegebene Motiv auf und setzt es mit künstlerischen Mitteln phantasievoll fort. Besonders gut gefallen mir seine Wespennestbilder: Hierfür präpariert er einzelne Schichten eines Wespennests heraus und ergänzt dieses hauchfeine, papierene Gewebe, das farblich und von seiner Struktur her an einen Fels erinnert, dann um ein Aquarell. Jeden einzelnen meiner Gäste habe ich liebend gerne in meiner Werkstattgalerie, keinen möchte ich missen und über die seit vielen Jahren bestehende vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit freue ich mich sehr!

Schönes am Wegesrand

Letztes Jahr habe ich im Vorübergehen an einem Feldrand ein Photo von Haferzweigen gemacht und jetzt bin ich dazu gekommen, es in einen Linolschnitt umzusetzen. Dass ich in den Wintermonaten den Mittwoch ganz in Ruhe und konzentriert in meiner Werkstatt arbeiten kann, tut richtig gut. Für die vielen zarten Linien und Details musste ich mich beim Schneiden sehr konzentrieren, um die Platte nicht durch einen falsch gesetzten Schnitt zu ruinieren. Gestern habe ich dann einen ersten Andruck gemacht:Der Druck gefällt mir schon sehr gut. Er erinnert mich an einen Scherenschnitt. Nächste Woche werde ich die fast quadratische Platte (19,5 x 20cm) aber noch etwas „säubern“.  Später wird das Bild dann im Passepartout und gerahmt die blaue Wand meiner Galerie zieren.

Die schöne Fahrradfahrerin aus den 1920er Jahren radelt jetzt auf einem DIN A4 Büttenbogen. Zehn dieser schönen Blätter inklusive großer orangener Kuverts gehören zu einer handgearbeiteten Briefmappe.

Auch DIN A5 Briefmappen sind wieder da, die zeige ich euch nächste Woche. Erinnert ihr euch an die Liegestuhl Karte? Gestern kam mir spontan die Idee, sie noch um ein weiteres Element zu ergänzen… Ach, Sommer!!

Kollege Schultze lässt grüßen und verkündet Winteröffnungszeiten

Wenn das Jahr noch ein junger Hüpfer ist und noch in der Wiege liegt, schaltet der Alltag einen Gang zurück. Dieses ruhige Dahinplätschern werde ich nutzen, um das Lager für meine Handdruckarbeiten wieder aufzufüllen. In den letzten trubeligen Monaten nach meinem Umzug ist es nun sehr ausgedünnt. Daher werde ich ab jetzt Winteröffnungszeiten haben: Der Mittwoch wird zum Werkstatttag erklärt und die Ladentür bleibt geschlossen. Öffnen werde ich nun Donnerstag und Freitag von 11 – 13 und von 14 – 18 Uhr. Am Samstag bin ich von 11 – 16 Uhr für euch da. Das ist alles mit Schultze besprochen und er hat meinen Plan abgesegnet (wahrscheinlich hofft er darauf, dass ich ihm nun endlich seinen Pool aufbaue).

Nachdem ich letzte Woche viel Briefpapier gedruckt habe……mache ich mich nun an die Linoldruckkarten. Ein neuer Linolschnitt ist auch in Arbeit.

Enorm winterliche Motive sind im Werden…

Beim Arbeiten werde ich von meinen Nachbarn genauestens beäugt… Eine Spatzen Großfamilie wohnt im Efeu an der alten Mauer gegenüber meines Fensters.

Am 19. Januar kommt Irena an, die Gastkünstlerin aus Zagreb, die ich während ihres Aufenthaltes in Regensburg begleiten werde. Ich bin schon ganz gespannt auf sie und ihre Arbeiten. Außerdem habe ich mich wieder für den  „Tag der Druckkunst“ am 14. März angemeldet. Und – zum ersten Mal – auch für die „Europäischen Tage des Kunsthandwerks“ vom 10. – 12. April. Also eigentlich ist es, trotz der ruhigen Jahreszeit, immer noch ganz schön trubelig.

staade Zeit

Die staade Zeit Anfang Januar genieße ich sehr! Nach dem Dezembertrubel gibt es jetzt Raum zum Innehalten und Durchschnaufen. So wichtig, um auf neue Ideen zu kommen und Kraft für das kommende Jahr zu sammeln.

Im letzten Monat konnte ich einige wunderschöne alte Buchdruckklischees erwerben, von denen zwei ganz besondere Schätze sind: Ein etwa 150 Jahre alter Heißluftballon aus England (wartet noch auf den ersten Andruck) und eine Fahrradfahrerin aus den 1920er Jahren. Es sind ungewöhnlich große Klischees und ich freue mich riesig über diese Neuzugänge!Die letzten Tage habe ich also Briefpapier für verschiedene Briefmappen gedruckt.

Der Liegestuhl wird noch um einen kurzen Text ergänzt. Das Klischee wurde wohl für Werbezwecke genutzt – der kleine Pfeil unten ist ein Hinweis darauf.

Ich bin so unglaublich dankbar und glücklich über meine wunderschöne neue Werkstatt, dass ich beim Drucken immer mal wieder Freudenhüpfer mache und eigentlich kann ich es immer noch kaum fassen, dass ich jetzt schon seit fast 6 Monaten hier „Zuhause“ bin!

Eine weitere Neuigkeit gibt es noch: Ich bin jetzt Kulturpatin des Regensburger Kulturamts. Seit September gibt es hier ein neues Format: Das RAiR – ein artist in residence Programm. KünstlerInnen aus Regensburger Partnerstädten können sich hier um einen ein- bis dreimonatigen Aufenthalt bewerben, um dann in Regensburg zu wohnen und zu arbeiten. Die für dieses Programm von der Stadt angemieteten Wohnungen sind wunderschön. Sie befinden sich in einer historischen Zinngießerei und sind zentral in der Altstadt gelegen. Ab Mitte Januar werde ich eine Künstlerin aus Zagreb begleiten, ihr Regensburg zeigen, mit ihr auf Vernissagen gehen und vielleicht sogar ein kleines gemeinsames Projekt entwickeln. Wer weiß, ich bin gespannt auf unseren Austausch!

Foto: Stefan Effenhauser, Stadt Regensburg

Auf die Neuanfänge!

Einen guten Start in das neue Jahr wünsche ich uns allen. Möge es angefüllt sein mit zahlreichen Freudenhüpfern, zauberhaften Begegnungen, schönen Überraschungen, Mut und Muße und viel gemeinsamer Zeit mit Menschen, die uns lieb und teuer sind, an Orten, die uns Kraft und Energie schenken (für mich ist das ganz eindeutig das Meer).Dieses Winterphoto haben wir schon vor Jahren aufgenommen – noch vor der Renovierung der Steinernen Brücke – und wundersamerweise trugen die Domspitzen gerade mal kein Gerüst (und Schnee hatten wir auch). Die Rote mit dem Pilzschirm bin übrigens ich. Dieses Motiv gehört zu meinen Lieblings Photokarten und es freut mich, dass es euch offenbar genauso gut gefällt.Ein Hoch also auf die Neuanfänge! Dass das Gute bleibt und das andere gut wird! Sláinte!Und diese Photo muss einfach noch sein! Gestern haben mich Siri (mein erstes Buchkind) und die kleine Bertha besucht – ich will auch so eine zuckersüße kleine Kuschel-Bertha! Unbedingt! Dringend!! Subito!!! So ein Mist, dass  Weihnachten schon vorbei ist! Aber nächstes Jahr dann!

Die besten Geschenke

Schön langsam wird’s ruhiger im Blinkfüer. Manchmal kann ich jetzt einfach kurz in meinem gemütlichen orangen Sessel sitzen und aus dem Fenster auf mein Gässchen schauen.

Unsere Söhne sind zu Besuch und das ist immer die schönste Freude! Ganz nach dem Motto: Die besten Geschenke sitzen am Tisch und liegen nicht unterm Baum (na, hoffentlich auch am Ende eines langen, fröhlichen Abends nicht…).

Euch allen wünsche ich ein wunderbar entspanntes, frohes und friedliches Weihnachtsfest mit Menschen, die ihr lieb habt. Ich sage euch Danke für eure Treue – schon über so viele Jahre hinweg – und für euer anhaltendes Interesse an meiner Arbeit. Auch danke ich euch fürs Lesen meiner kleinen Werkstattgeschichten. Lasst es euch gut gehen und habt eine schöne Zeit!

Frühstück!

Die Tage in der Werkstattgalerie sind jetzt sehr turbulent. Viele Passanten kommen rein, schauen sich meine Drucke an und sind ganz interessiert an den historischen Pressen, den Druckvorgängen und den schönen Schriftenschränken. So ergeben sich immer wieder angeregte Gespräche auch mit anderen HandwerkerInnen und KünstlerInnen. Gestern z.B. waren vier TöpferInnen aus Thüringen da, vor ein paar Tagen eine Holzbildhauerin und eine Kalligrafin. Und überdies bekomme ich wunderbaren Besuch von so spannenden wie lieben Menschen aus allen Teilen Deutschlands aber auch aus Österreich, Spanien, Schottland und Frankreich. Die Tage sind angefüllt mit Geschichten, Austausch und quirliger Lebensfreude.

Heute aber, heute ist ein Schlafanzugtag! Keine Termine, keine Werkstatt, kein gar nix, einfach nur Faulsein – wunderbar! Ich hoffe, ihr könnt an diesem Sonntag auch das süße Nichtstun genießen. Und jetzt: Frühstück!

Endlich!

Jetzt hat es doch eine geraume Weile gedauert, bis ich vom Denkmalamt die Genehmigung für meine beiden Ladenschilder bekommen habe. Da sich meine Werkstattgalerie in direkter Nähe zum Alten Rathaus und damit im Herzen des denkmalgeschützten Regensburger Altstadtensembles befindet, gibt es viele Auflagen und die Genehmigung war keinesfalls selbstverständlich, zumal das Schild, das in der Unteren Bachgasse vor dem Eingang meiner Passage auf Blinkfüer hinweist, nicht direkt über meiner „Produktionsstätte“ angebracht ist. Aber jetzt ist es geschafft und endlich hängen sie, meine beiden handbedruckten „Nasenschilder“ (so wird diese Art Werbeausleger genannt).

Das wunderbare Kulturjournal Regensburg hat in seiner Dezember/Januar Ausgabe mit einem sehr schönen Text auf meine Werkstattgalerie hingewiesen. Herzlichen Dank dafür!

Und ansonsten heißt es drucken, drucken, drucken was das Zeug hält und ich freue mich jeden Tag darüber, so einen wunderschönen Arbeitsplatz zu haben, der überdies auch noch so schön warm ist – ein ganz ungewohnter Luxus für mich. Über eure so zahlreichen Besuche freue ich mich übrigens mindestens genauso sehr!

Premiere

Heute Abend hat der Animationsfilm „Liquid Scramble“ des jungen Filmemachers Richard Walther Premiere in meiner Werkstattgalerie. Der Film dauert ca. 30 Minuten und ist die Pilotfolge einer auf sechs Folgen angelegten Serie. Gestern Abend wurde aufgebaut und heute um 19 Uhr geht’s los. Ich bin so gespannt und es ist ganz wunderbar, Richards freudige Aufregung zu erleben! Siri, die ich kenne seit sie drei Jahre alt und eines meiner allerersten Buchkinder war,  kommt immer mal wieder vorbei, um mir zu helfen. Zuckersüß von ihr! Gestern hat sie mit einem großen Fensterbild begonnen. Wir sind beide sehr begeistert vom Ergebnis. Die restlichen Motive werden im Laufe der nächsten Woche gemalt.