In den letzten Wochen habe ich so viele schöne Geschenke bekommen, dass ich ganz gerührt bin!
Die Wohnung einer sehr freundlichen und langjährigen Kundin wurde aufgelöst und ihre Nichte brachte mir (neben anderen schönen Dingen) ein 120 Jahre altes Teetischchen vorbei, „weil es doch so gut in die Werkstattgalerie passt“. Wie lieb von ihr!
Am Donnerstag kamen drei Pragerinnen in meine Galerie und, wie so oft, ergab sich ein sehr schönes Gespräch zwischen uns (auf Englisch). Die jüngste von ihnen, Zoë, grade einmal 12 Jahre alt, konnte kein Englisch und begann stattdessen während unserer Unterhaltung zu skizzieren und hier ist ihre Zeichnung. Was für ein begabtes Mädchen! (Das Photo poste ich mit ihrem und ihrer Mutter Einverständnis).
Dann besuchte mich eine Lehrerin, an deren Schule alle großen alten Schulwandkarten weggeworfen werden. Sie hat an mich gedacht und mir einen ganzen Schwung davon vorbei gebracht (und diese Wandkarten sind richtig schwer, sag ich euch).
Uuuund, bei mir wurde für das Bayerische Fernsehen gedreht. Ein sehr nettes Drehteam war da, und wir hatten viel Spaß. Der Sendetermin steht noch nicht fest, der Beitrag soll aber demnächst im Format „Wir in Bayern“ ausgestrahlt werden und mein Dank gilt der Autorin und Regisseurin Andrea Köppler.
Der März ist da und mit ihm steht der – zunächst noch bundesweite – „Tag der Druckkunst“ nun schon zum achten Mal vor der Tür. Mittlerweile hat sich dieser schöne Feiertag auf verschiedene europäische Länder ausgeweitet und entsprechende Veranstaltungen sind auch in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Italien und Frankreich zu finden. Von Beginn an beteilige ich mich mit dem Blinkfüer Handdruckatelier und öffne jedes Jahr meine Werkstatt für interessierte Besucher*innen. Das Kulturjournal Regensburg hat meine Veranstaltung am 14. März dankeswerterweise schonmal angekündigt.
Stefan Alt, letztes Jahr noch als Besucher beim Tag der Druckkunst, wird dieses Jahr als Drucker dabei sein. Bei einem Vorgespräch in meiner Werkstatt hat er dieses schöne kleine Stillleben meines handgeschnittenen Logo-Stempels aufgenommen.

Et voilà, das war sie, meine Danksagung und es ist ein etwas längerer Newsletter geworden, aber es war ja auch ganz schön viel los hier. Genießt den schönen Sonntag – endlich mit Sonne und Vogelgezwitscher! Lasst es euch gut gehen.


Das waren wunderbar entspannende und entschleunigende zwei Stunden. Nach dem Ende der Führung, schon auf dem Nachhauseweg, konnte ich mein Glück kaum fassen als ich – vor der Dombauhütte stehend – das sonst immer (!!) verschlossene Tor zum Hof der Hütte sperrangelweit offen fand! Ich ZACK rein da! Dieser nichtöffentliche geheime Steingarten ist mir der größte Schatz und die Steinmetze haben mich ganz in Ruhe schauen lassen. Wie von einem Metronom wurden meine Schritte vom leisen und bedächtigen Klopfen eines Meißels begleitet, das aus dem Innern der Hütte zu hören war. 
Als ich letzten Donnerstag nach meiner Mittagspause völlig durchgefroren zurück in die Werkstatt kam, schneite ganz unverhofft die Journalistin Claudia Erdenreich rein und fragte mich, ob ich „so 10 Minuten Zeit“ für sie hätte. Hatte ich und herausgekommen ist dieser schöne kleine redaktionelle Beitrag über Blinkfüer in der Regensburger Zeitung vom 10. Februar (ich hoffe, meine leicht bläulich verfärbten Lippen sind nicht zu erkennen). 


Auch wenn dies einen gewissen Charme hat, so sehne ich mich doch nach mehr Farbe. Darum ist vor zwei Wochen eine großer, fast zwei Meter langer Magnolienast in meine Werkstattgalerie eingezogen. Zunächst voller noch gänzlich geschlossener Knospen, gleicht er mittlerweile einer rosa Wolke und ich habe die größte Freude an seinen wunderschönen Blütensternen!



Für diesen Linolschnitt benutze ich ein spezielles Effektdruckverfahren, den Irisdruck (oder auch Regenbogendruck). Hierfür gebe ich verschiedene Blautöne, Grün und einen Hauch Orange nebeneinander auf den Farbstein und verreibe die Farben von oben nach unten mit der Handwalze, bis sich ein schöner Farbverlauf ergibt. Auf jedem Blatt changiert der Hering nun in verschiedenen Nuancen und jeder Druck wird so zum Unikat.
An meinem jüngsten Linolschnitt, den filigranen Haferzweigen, schneide ich immer noch nach jedem Einfärben Teile aus der Platte heraus, die nicht mitdrucken sollen. Eine Herausforderung, vor allem, weil bei diesen zarten Linien ein falscher Schnitt zum Ruin führen kann!
Bevor nun das Leitmotiv in schwarz gedruckt wird, drucke ich die große neonorangene Sonne.
Orange ist eine meiner Lieblingsfarben (habt ihr wahrscheinlich schon bemerkt), so leuchtend und energiegeladen! Ist die erste Farbe getrocknet, wird die zweite gedruckt. Und, tadaaa, es sind drei schöne, randscharfe Drucke gelungen.
Kommt also gerne rum und schaut euch alles selbst an (Achtung, noch gelten meine Winteröffnungszeiten von Donnerstag bis Samstag). Habt einen schönen, faulen Sonntag!



Von Anfang an dabei sind die Briefmarkenbilder des Erdinger Künstlers Peter Fütterer. Diese ungewöhnlichen, zauberhaften Kleinode sind durch Briefmarken inspirierte Aquarelle, meist in der Größe DIN A6. Peter greift das durch die Briefmarken vorgegebene Motiv auf und setzt es mit künstlerischen Mitteln phantasievoll fort. Besonders gut gefallen mir seine Wespennestbilder: Hierfür präpariert er einzelne Schichten eines Wespennests heraus und ergänzt dieses hauchfeine, papierene Gewebe, das farblich und von seiner Struktur her an einen Fels erinnert, dann um ein Aquarell.
Jeden einzelnen meiner Gäste habe ich liebend gerne in meiner Werkstattgalerie, keinen möchte ich missen und über die seit vielen Jahren bestehende vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit freue ich mich sehr!
Dass ich in den Wintermonaten den Mittwoch ganz in Ruhe und konzentriert in meiner Werkstatt arbeiten kann, tut richtig gut. Für die vielen zarten Linien und Details musste ich mich beim Schneiden sehr konzentrieren, um die Platte nicht durch einen falsch gesetzten Schnitt zu ruinieren. Gestern habe ich dann einen ersten Andruck gemacht:
Der Druck gefällt mir schon sehr gut. Er erinnert mich an einen Scherenschnitt. Nächste Woche werde ich die fast quadratische Platte (19,5 x 20cm) aber noch etwas „säubern“. Später wird das Bild dann im Passepartout und gerahmt die blaue Wand meiner Galerie zieren.
Auch DIN A5 Briefmappen sind wieder da, die zeige ich euch nächste Woche. Erinnert ihr euch an die Liegestuhl Karte? Gestern kam mir spontan die Idee, sie noch um ein weiteres Element zu ergänzen… Ach, Sommer!!

…mache ich mich nun an die Linoldruckkarten. Ein neuer Linolschnitt ist auch in Arbeit.



Die letzten Tage habe ich also Briefpapier für verschiedene Briefmappen gedruckt.


Dieses Winterphoto haben wir schon vor Jahren aufgenommen – noch vor der Renovierung der Steinernen Brücke – und wundersamerweise trugen die Domspitzen gerade mal kein Gerüst (und Schnee hatten wir auch). Die Rote mit dem Pilzschirm bin übrigens ich. Dieses Motiv gehört zu meinen Lieblings Photokarten und es freut mich, dass es euch offenbar genauso gut gefällt.
Ein Hoch also auf die Neuanfänge! Dass das Gute bleibt und das andere gut wird! Sláinte!
Und diese Photo muss einfach noch sein! Gestern haben mich Siri (mein erstes Buchkind) und die kleine Bertha besucht – ich will auch so eine zuckersüße kleine Kuschel-Bertha! Unbedingt! Dringend!! Subito!!! So ein Mist, dass Weihnachten schon vorbei ist! Aber nächstes Jahr dann!


