Guten Morgen!

So langsam füllt sich meine Werkstattgalerie wieder. Einen meiner absoluten Lieblinge habe ich neu aufgelegt: Mein Hering und sein kleiner Fischer sind wieder zu haben. Für diesen Linolschnitt benutze ich ein spezielles Effektdruckverfahren, den Irisdruck (oder auch Regenbogendruck). Hierfür gebe ich verschiedene Blautöne, Grün und einen Hauch Orange nebeneinander auf den Farbstein und verreibe die Farben von oben nach unten mit der Handwalze, bis sich ein schöner Farbverlauf ergibt. Auf jedem Blatt changiert der Hering nun in verschiedenen Nuancen und jeder Druck wird so zum Unikat.An meinem jüngsten Linolschnitt, den filigranen Haferzweigen, schneide ich immer noch nach jedem Einfärben Teile aus der Platte heraus, die nicht mitdrucken sollen. Eine Herausforderung, vor allem, weil bei diesen zarten Linien ein falscher Schnitt zum Ruin führen kann!Bevor nun das Leitmotiv in schwarz gedruckt wird, drucke ich die große neonorangene Sonne. Orange ist eine meiner Lieblingsfarben (habt ihr wahrscheinlich schon bemerkt), so leuchtend und energiegeladen! Ist die erste Farbe getrocknet, wird die zweite gedruckt. Und, tadaaa, es sind drei schöne, randscharfe Drucke gelungen.

„Haferzweige“
Linoldruck, Blinkfüer 2026

Und auch der kleine, ungewöhnliche alte Holzkoffer, der ursprünglich einer Nonne gehörte und in den alles reinpassen musste, was sie mit ins Kloster nehmen wollte, füllt sich peu à peu wieder mit Briefmappen.Kommt also gerne rum und schaut euch alles selbst an (Achtung, noch gelten meine Winteröffnungszeiten von Donnerstag bis Samstag). Habt einen schönen, faulen Sonntag!

Schönes am Wegesrand

Letztes Jahr habe ich im Vorübergehen an einem Feldrand ein Photo von Haferzweigen gemacht und jetzt bin ich dazu gekommen, es in einen Linolschnitt umzusetzen. Dass ich in den Wintermonaten den Mittwoch ganz in Ruhe und konzentriert in meiner Werkstatt arbeiten kann, tut richtig gut. Für die vielen zarten Linien und Details musste ich mich beim Schneiden sehr konzentrieren, um die Platte nicht durch einen falsch gesetzten Schnitt zu ruinieren. Gestern habe ich dann einen ersten Andruck gemacht:Der Druck gefällt mir schon sehr gut. Er erinnert mich an einen Scherenschnitt. Nächste Woche werde ich die fast quadratische Platte (19,5 x 20cm) aber noch etwas „säubern“.  Später wird das Bild dann im Passepartout und gerahmt die blaue Wand meiner Galerie zieren.

Die schöne Fahrradfahrerin aus den 1920er Jahren radelt jetzt auf einem DIN A4 Büttenbogen. Zehn dieser schönen Blätter inklusive großer orangener Kuverts gehören zu einer handgearbeiteten Briefmappe.

Auch DIN A5 Briefmappen sind wieder da, die zeige ich euch nächste Woche. Erinnert ihr euch an die Liegestuhl Karte? Gestern kam mir spontan die Idee, sie noch um ein weiteres Element zu ergänzen… Ach, Sommer!!

Auf die Neuanfänge!

Einen guten Start in das neue Jahr wünsche ich uns allen. Möge es angefüllt sein mit zahlreichen Freudenhüpfern, zauberhaften Begegnungen, schönen Überraschungen, Mut und Muße und viel gemeinsamer Zeit mit Menschen, die uns lieb und teuer sind, an Orten, die uns Kraft und Energie schenken (für mich ist das ganz eindeutig das Meer).Dieses Winterphoto haben wir schon vor Jahren aufgenommen – noch vor der Renovierung der Steinernen Brücke – und wundersamerweise trugen die Domspitzen gerade mal kein Gerüst (und Schnee hatten wir auch). Die Rote mit dem Pilzschirm bin übrigens ich. Dieses Motiv gehört zu meinen Lieblings Photokarten und es freut mich, dass es euch offenbar genauso gut gefällt.Ein Hoch also auf die Neuanfänge! Dass das Gute bleibt und das andere gut wird! Sláinte!Und diese Photo muss einfach noch sein! Gestern haben mich Siri (mein erstes Buchkind) und die kleine Bertha besucht – ich will auch so eine zuckersüße kleine Kuschel-Bertha! Unbedingt! Dringend!! Subito!!! So ein Mist, dass  Weihnachten schon vorbei ist! Aber nächstes Jahr dann!

Schultze hat sich’s bequem gemacht

Gekommen, um zu bleiben. Schultze hat sich’s bequem gemacht!

Er hat seinen Stammplatz in einem der mächtigen Kalksteinquader aus der römischen Legionslagermauer bezogen. Von hier aus kann er alles ganz wunderbar überblicken und seinen Platz in der ersten Reihe wird er so schnell nicht mehr hergeben!

Auch fliegende Pinguine sind in die Werkstattgalerie eingezogen und haben’s sich gemütlich gemacht……so wie die allerersten Weihnachtskarten auch. Ich glaube, so früh war ich mit Weihnachten noch nie dran.

Auf ein Neues!

Meine ersten Arbeiten in der neuen Werkstatt sind getan: Als erstes ist ein collagierter, zweifarbiger Linoldruck entstanden. Den Hintergrund bildet eine Seite aus einem alten Zoologiebuch.

Ich arbeite sehr sehr gerne an meinem neuen Arbeitsplatz und beobachte dabei immer mal wieder die grünbewachsene alte Mauer vor meinem Fenster, dort gibt es nämlich jeden Tag das reinste Spatzentheater!Dann habe ich den ersten Schwung Tages- & Wochenkalender frisch bedruckt. Schnell sein lohnt sich hier, die Kalender sind sehr beliebt. Und der wunderbare Buchkinder Wandkalender ist auch schon zu haben. Ich freue mich jedes Jahr auf ihn! Auch die von mir heiß geliebten handgearbeiteten Modautaler LederSchachteln von Guido Egert haben wieder ihren festen Platz in meiner Werkstattgalerie gefunden (die Plakatklettern, die vorher in diesem Setzkasten lagen, sind eine Etage tiefer gezogen).Genießt den schönen, schon herbstlich anmutenden Sonntag, ich gehe derweil in meinen alten Laden zum Streichen… Am 29.9. ist die Übergabe.

Rettet den Brief!

„Die Postkarte ist eine der letzten Inseln der Irrationalität in unserer informationsgestressten Gesellschaft.“ Mit diesem so treffenden Kommentar von Nele Sophie Karsten wünsche ich uns allen einen entspannten Sonntag.

C’est la vie! Handsatz aus meiner Neuerwerbung, einer ganz zauberhaften historischen Plakatschrift. Zweifarbiger Handpressendruck auf Büttenpapier, B6. Das weiße (bei mir blaue) Kaninchen habe ich – wie könnte es auch anders sein – aus England mitgebracht. Alice lässt grüßen! Uuund TUSCH! Nächsten Freitag bekomme ich den Schlüssel für meinen neuen Laden! Ich hüpfe vor Freude!

Was von der Woche übrig bleibt…

Leider gibt es schon wieder eine große Baustelle vor unseren Läden in der Oberen Bachgasse. Das Straßenpflaster wurde mit einem riesigen Stemmhammer aufgebrochen und durch die Vibrationen hängt jetzt alles ein bisschen schief an der Wand. Aber, wie mein Vater immer sagte: N´beten scheef hett Gott leev!

Ich habe mir das ganze Gekrache und Geschepper dann mit Himbeereis versüßt.

Spaß! Ich finde nur, der Farbton, den ich für den ersten Druckdurchgang einer Neuauflage angemischt habe, sieht direkt nach Himbeereis aus.  Ohnehin denke ich, Rosa ist so eine Alles-wird-gut-Farbe und dann noch Himbeereis! Was soll da schon schief gehen!

Orange ist die zweite Farbe dieser Karte – den Text habe ich aus der halbfetten Elan gesetzt. Diese schöne Schreibschrift von Hans Möhring erschien 1937 bei der D. Stempel AG.

Die Kombination Rosa/Orange erinnert mich an die Farbästhetik der 1970er Jahre. Und der Text passt grade jetzt – kurz vor dem Umzug – so gut zu meiner derzeitigen Situation!

Und zu guter Letzt habe ich mir noch eine Blinkfüer Schablone für mein neues Ladenschild in der Unteren Bachgasse gebastelt. Bedrucken werde ich das Schild heute Nachmittag.

Rund, rund, rund…

… ist alles, was ich mag!

Tatsächlich liebe ich Kreise und Punkte und sie finden sich in allen Farben und Größen auf meinen Drucken wieder. So zum Beispiel auf einer meiner Lieblingskarten, die ich nun endlich neu auflgelegt habe. Dabei habe ich verschiedene Arbeitsschritte fotografisch für euch dokumentiert.

Am Anfang, ganz am Anfang, steht die Idee💡 Habe ich eine, überlege ich, wie ich diese bildnerisch und typografisch umsetzen möchte und entwerfe verschiedene Varianten. Nachdem ich mich für einen Entwurf entschieden habe,  setze ich den ersten Teil der Karte und drucke die erste Farbe (das große Rad hinter den gelben Kreisen ist übrigens das Schwungrad meines alten Trettiegels).

An dieser Stelle mein Dank an Christa für die kleinen Schmuckpunkte!
Ist das schöne Gelb getrocknet, drucke ich den zuvor von Hand gesetzten Text in einem tiefen Petrol.

Ist auch die zweite Farbe trocken, geht’s – in Ermangelung eines Perforiergeräts – an die Nähmaschine (mit einer eigens für die Perforierung gebastelten Anlage).

Zu guter Letzt kommt noch die Schere zum Einsatz und erst dann ist sie fertig, meine Sonnenkarte.

Sonne für euch 🟠

Jetzt ist die Typografik „Aufwachen Atmen Anfangen“ gedruckt (mit intakten Sonnen) und hängt an der Trockenleiste in der Werkstatt, wo – mittlerweile fast täglich – die Abendsonne vorbeischaut und mir für ein Weilchen Gesellschaft leistet.Und frischen Fisch gibt’s auch! Den blauen, mundgeblasenen Anreiber (auch Printfrog genannt) habe ich aus England mitgebracht und er liegt ganz wunderbar schwer in der Hand. Beim Linoldrucken freu ich mich jedesmal aufs Neue über ihn!

Herr Ming liebt ein Wasserrosending…

…leider liebt das Wasserrosending den glitzerigen Goldfisch Wu, der aber hat nur Augen für das Huhn Schu-Schu… (nach James Krüss)Und sonst so? Abgesehen davon, dass meine Gedanken sich konstant um den kommenden Umzug drehen, habe ich noch eine Neuauflage meiner Wiesenkarte gedruckt. Bis ich selbst dann wieder faul auf der Wiese liegen kann, wird’s wohl noch ein Weilchen dauern, aber immerhin hat mir beim Drucken die Sonne in meiner Werkstatt ganz wunderbar Gesellschaft geleistet.Und am 1. Mai um 15 Uhr gibt es eine Wiederholung der Sendung „Handgemacht – Werkstätten in Regensburg“ aus der Sendereihe „Unter unserem Himmel“ im BR. Der Beitrag ist auch dauerhaft in der ARD Mediathek zu sehen.