Sonnenflecken

Am Montag sind jetzt auch meine Pressen umgezogen und wohlbehalten in ihrem neuen Domizil eingetroffen. Große Erleichterung bei mir, hatte ich doch Sorge, dass beim Transport irgendetwas beschädigt werden könnte. Aber zum Glück ist alles gut gegangen!Auch wenn noch nicht alles seinen Platz gefunden hat und diverse Bilderleisten und Lampen noch darauf warten, installiert zu werden, so fühle ich mich doch pudelwohl in meinen neuen Räumen und genieße die vielen Sonnenflecken.                                                                                Ab September werde ich dann wieder zu meinen regulären Öffnungszeiten für euch da sein.

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne!

Heute vor einer Woche war mein Umzug von der Oberen in die Untere Bachgasse. Um 9.30 ging’s los und um 12.12 saßen wir schon auf der Dachterrasse und der Umzug war geschafft! Ich wusste vorher nur von wenigen, die ihre Hilfe fest zugesagt hatten. Darunter mein Mann und unser Sohn Emil, der extra aus München kam – so wie meine Freundin Elke und meine ehemalige Schülerpraktikantin Marlene auch! Es waren dann insgesamt 12 HelferInnen, von denen ich drei vorher gar nicht kannte. Das hat mich unglaublich gerührt und ich bin enorm dankbar für soviel Hilfe und Zugewandtheit!

Seit einer Woche bin ich jetzt am Einräumen und so langsam nimmt alles Gestalt an, auch wenn längst noch nicht alles fertig ist und vor allem in der Werkstatt noch das Chaos herrscht. Aber so ein bisschen fühle ich mich schon, als hätte ich einen 6er im Lotto geschossen. Morgen werden die Pressen umziehen und ich hoffe inständig, dass alles gut geht. Im September möchte ich dann öffnen und freue ich mich schon sehr auf euch.

Auf dem Weg

Seit heute bin ich ganz offiziell Mieterin der wunderschönen Räume in der Passage der Unteren Bachgasse 6. Mein neues Blinkfüer Zuhause hat so zauberhafte Details: Eine mittelalterliche Kastendecke, Feldsteine aus dem Römerkastell, ein großes rundes Fenster und eine elegant geschwungene Treppe hinauf zur Galerie. Ich bin ganz verliebt in dieses Kleinod! Und das Beste: Ich habe einen festen Mietvertrag, ohne drohende Kündigung wegen anstehender Sanierungsarbeiten!

Jetzt geht’s Schritt für Schritt voran. Die Kartenwand ist gestrichen und ein erster Schrank ist auch schon eingezogen. Mein wunderbares großes Bullaugenfenster (80cm) ist nun von seiner hässlichen Sichtschutzfolie befreit und gibt den Blick frei auf das Orphée (eine Regensburger Institution).Und eins der Fenster trägt jetzt mein Logo. Alles ist in Bewegung und nächste Woche Sonntag, 10.8., ist der Umzug. Helfende Hände sind dann natürlich liebend gern gesehen.

Abenteuer warten überall!

Seit Freitag, 25.7.25,  habe ich ihn nun, den Schlüssel zu meiner neuen Werkstattgalerie! Am 10. Januar hatte ich mich beworben – ein langer Weg also. Aber jetzt kann ein neuer Abschnitt beginnen! Es ist ein Abenteuer. Ich bin unterwegs und alles ist im Werden.

Meine treuen Begleiter, Pferdchen, Herr Grimaldi und dessen langohriger, stets missgestimmter Mitarbeiter wollten nicht länger warten und sind gleich als erste eingezogen, um die Lage vor Ort schon mal ganz genau abzuchecken.

Am Abend hatte ich dann Freunde zu einem kleinen Umtrunk in den noch nackerten Laden eingeladen und sogar unsere guten Berliner Freunde sind gekommen. Das war ganz zauberhaft und hat viel Spaß gemacht!… und heute, am Sonntag, wird gestrichen! Noch fühlt sich alles etwas unwirklich an, aber mit jedem Besuch im neuen Laden wird er mir vertrauter und ich freue mich auf meinen Einzug!

Rettet den Brief!

„Die Postkarte ist eine der letzten Inseln der Irrationalität in unserer informationsgestressten Gesellschaft.“ Mit diesem so treffenden Kommentar von Nele Sophie Karsten wünsche ich uns allen einen entspannten Sonntag.

C’est la vie! Handsatz aus meiner Neuerwerbung, einer ganz zauberhaften historischen Plakatschrift. Zweifarbiger Handpressendruck auf Büttenpapier, B6. Das weiße (bei mir blaue) Kaninchen habe ich – wie könnte es auch anders sein – aus England mitgebracht. Alice lässt grüßen! Uuund TUSCH! Nächsten Freitag bekomme ich den Schlüssel für meinen neuen Laden! Ich hüpfe vor Freude!

Menschsein

Diese wunderschöne historische Weltkarte wollte unbedingt bedruckt werden. Und da das Menschsein weltumspannend ist – oder auf jeden Fall sein sollte – bot sich diese Aufforderung an. Das „j“ von „Sej“ hob sich farblich nur schwach vom Hintergrund ab. Da ich bei dieser Typografik aber nur eine Farbe verwenden wollte, habe ich die Buchstaben mit einem türkisfarbenen Faden umnäht, um sie stärker hervorzuheben. Und damit das Gleichgewicht gewahrt bleibt, hat der große Punkt unten rechts ebenfalls eine Naht bekommen. Mit der Nadel musste ich sehr vorsichtig umgehen, da das alte Papier recht fragil ist.

Ein schönes Detail dieser Weltkarte könnt ihr auf dem rechten Foto entdecken: Da gibt es die „nördliche Menschengrenze“. Bisher kannte ich nur die Baumgrenze in den Bergen.
Gerahmt im freigestellten Passepartout misst die Typografik 60x50cm. Unikat.

Was von der Woche übrig bleibt…

Leider gibt es schon wieder eine große Baustelle vor unseren Läden in der Oberen Bachgasse. Das Straßenpflaster wurde mit einem riesigen Stemmhammer aufgebrochen und durch die Vibrationen hängt jetzt alles ein bisschen schief an der Wand. Aber, wie mein Vater immer sagte: N´beten scheef hett Gott leev!

Ich habe mir das ganze Gekrache und Geschepper dann mit Himbeereis versüßt.

Spaß! Ich finde nur, der Farbton, den ich für den ersten Druckdurchgang einer Neuauflage angemischt habe, sieht direkt nach Himbeereis aus.  Ohnehin denke ich, Rosa ist so eine Alles-wird-gut-Farbe und dann noch Himbeereis! Was soll da schon schief gehen!

Orange ist die zweite Farbe dieser Karte – den Text habe ich aus der halbfetten Elan gesetzt. Diese schöne Schreibschrift von Hans Möhring erschien 1937 bei der D. Stempel AG.

Die Kombination Rosa/Orange erinnert mich an die Farbästhetik der 1970er Jahre. Und der Text passt grade jetzt – kurz vor dem Umzug – so gut zu meiner derzeitigen Situation!

Und zu guter Letzt habe ich mir noch eine Blinkfüer Schablone für mein neues Ladenschild in der Unteren Bachgasse gebastelt. Bedrucken werde ich das Schild heute Nachmittag.

Rund, rund, rund…

… ist alles, was ich mag!

Tatsächlich liebe ich Kreise und Punkte und sie finden sich in allen Farben und Größen auf meinen Drucken wieder. So zum Beispiel auf einer meiner Lieblingskarten, die ich nun endlich neu auflgelegt habe. Dabei habe ich verschiedene Arbeitsschritte fotografisch für euch dokumentiert.

Am Anfang, ganz am Anfang, steht die Idee💡 Habe ich eine, überlege ich, wie ich diese bildnerisch und typografisch umsetzen möchte und entwerfe verschiedene Varianten. Nachdem ich mich für einen Entwurf entschieden habe,  setze ich den ersten Teil der Karte und drucke die erste Farbe (das große Rad hinter den gelben Kreisen ist übrigens das Schwungrad meines alten Trettiegels).

An dieser Stelle mein Dank an Christa für die kleinen Schmuckpunkte!
Ist das schöne Gelb getrocknet, drucke ich den zuvor von Hand gesetzten Text in einem tiefen Petrol.

Ist auch die zweite Farbe trocken, geht’s – in Ermangelung eines Perforiergeräts – an die Nähmaschine (mit einer eigens für die Perforierung gebastelten Anlage).

Zu guter Letzt kommt noch die Schere zum Einsatz und erst dann ist sie fertig, meine Sonnenkarte.