Über mich

BLINKFÜER ist das plattdeutsche Wort für Leuchtturm. Als Sechsjährige hatte ich den festen Plan, Leuchtturmwärterin zu werden, denn ich bin in Travemünde an der Ostsee geboren und in der Hansestadt Lübeck aufgewachsen – das hat meine Liebe zum Meer nachhaltig geprägt.

Der alte Leuchtturm in Travemünde

Nach meinem Abitur lebte und arbeitete ich in Dublin. Von dort zog ich 1984 zum Wintersemester nach Berlin, um an der Freien Universität Literaturwissenschaften und Anglistik zu studieren (Magister Artium). Neben dem Studium arbeitete ich u.a. am „Klecks Figurentheater“, für das ich die Bühne gestaltete und große Stabpuppen entwarf und baute. Leuchtturmwärterin bin ich dann also doch nicht geworden…                                                                   In Berlin traf ich meinen Mann und hier wurden auch unsere zwei wunderbaren Kinder geboren. Nach 17 Berliner Jahren zogen wir dann im Juni 2000 in den Süden nach Regensburg.                                                             Inspiriert durch einen Flohmarktfund, eine Blechdose mit alten Buchstabenschablonen aus Zink, entstanden hier 2005 meine ersten „Blinkfüer“ Handdrucke im Rahmen des Regensburger Kunstkaufhauses (K2H). Was fast zufällig und wie nebenbei begann, wurde zu meiner Leidenschaft und schon 2006 bezog ich mein erstes Atelier im „KUSS Künstlerhaus“. Ich bin reine Autodidaktin, was immer wieder zu kleineren und auch großen Herausforderungen führt, aber zum Glück bin ich mittlerweile gut vernetzt und kann immer eine befreundete Schriftsetzermeisterin und befreundete Drucker um Rat und Hilfe bitten. Nachdem ich zunächst in zwei angemieteten Ateliers arbeitete, eröffnete ich Anfang 2010 meine eigene Werkstattgalerie „Blinkfüer Handdruck“ im kleinen Regensburger Waaggässchen, direkt am Alten Rathaus. Ein Meilenstein für mich, meine Arbeiten jetzt auch selbst präsentieren zu können. Zum 1. Januar 2016 zog ich mit meiner Handdruckerei innerhalb der Regensburger Altstadt um in die großzügigen und hellen Räume eines Jugendstil Hauses in der Oberen Bachgasse 20. Leider war das Mietverhältnis in der Oberen Bachgasse ein sehr unsicheres und um diese Unsicherheit zu beenden, zog ich im August 2025 noch einmal innerhalb der Regensburger Altstadt um in ganz wunderschöne, historische Räume in der Passage der Unteren Bachgasse 6. Hier befindet sich die Werkstatt im oberen Bereich, welcher durch eine hohe geschwungene Treppe mit dem unteren Raum, der Galerie, verbunden ist.               Gedruckt wird auf meinen historischen Handpressen, ganz ohne Elektrik, kein Motor hilft. Diese alten Druckpressen bilden zusammen mit den vielen historischen Blei- &  Holzschriften, alten Klischees und meinen eigenen Linolschnitten das Herzstück meiner Werkstatt, in der ich handgeschöpftes Papier, alte Land- & Seekarten, Federn oder auch alte Buchseiten im Handdruckverfahren gestalte.    

Ganz verliebt bin ich in meine neue Werkstattgalerie mit all ihren schönen Details, wie etwa den mächtigen Kalksteinquadern aus der römischen Legionslagermauer oder der historischen Bohlendecke.

Meine Arbeiten sind Unikate oder Kleinstserien, die ich seit 2005 auf diversen Kunstmärkten und Messen ausgestellt habe, so etwa im Regensburger „Kunstkaufhaus“, auf der „Phantasie und Garten“ im Schlosspark von Thurn und Taxis und im Museumsshop der Regensburger Kunstmesse.

Ganz besonders freue ich mich über meine wiederholte Teilnahme am Papierfest zur Vernissage der internationalen Triennale „Papier Global“  in den Museen Deggendorf und an der jährlichen „BuchDruckKunst“ Messe im Hamburger Museum der Arbeit.

Seit 2017 bin ich Kooperationspartnerin der „Buchkinder Leipzig“ und biete unter dem Namen „Buchkinder Regensburg“ Druckkurse für Kinder und Jugendliche an.  2018 wurden die künstlerischen Drucktechniken in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Aus diesem Anlass wird – mittlerweile Europaweit – um den 15. März herum der „Tag der Druckkunst“ gefeiert. Das Blinkfüer Handdruckatelier ist von Anfang an zusammen mit Künstlerfreund*innen dabei und öffnet jedes Jahr um diese Zeit die Werkstatttüren für verschiedenen Druckaktionen. Seit 2016 bin ich Mitglied der Künstlersozialkasse, seit 2023 Mitglied des Vereins für die schwarze Kunst und seit 2026 Teilnehmerin an den „Europäischen Tagen des Kunsthandwerks“.       So wurde aus einer spontanen Idee mein Arbeits- und Lebensweg, auf dem ich nun seit mehr als 20 Jahren unterwegs bin und all meine Umwege erweitern auch weiterhin meine Ortskenntnis.                                                                                                                                                               ▶️ Portrait über mich im BR: „Die Handdruckerin Susanne Kauth“  

11 Gedanken zu „Über mich

  1. Liebe Susanne,
    wir waren gestern bei Dir im Laden und weil ich so begeistert bin von Deinen schönen Sachen, habe ich heute einen Blogpost verfasst und Dich auf meine Blogliste gesetzt. Bin gespannt, was Du noch alles Schönes drucken wirst 🙂
    Herzliche Grüße aus München
    Kristina

  2. Liebe Susanne,
    wieder mal mit Genuss Deine Seite durchgestöbert. Frage mich dabei immer wieder. „Wie kann ein einzelner Mensch so viel Schönes in die Welt bringen. Du bist für mich eine großartige Künstlerin mit viel Witz, Herz und vielen Ideen und überraschenden Details.
    Es ist mir wirklich eine Freude und Ehre Dich zu kennen.
    Bring weiter so viel Freude in die Welt.
    Danke dafür, sagt Dir „Bernhard der Fotograf“. Wir werden uns sicher wiedersehen!

    Ganz liebe Grüße aus dem Allgäu
    Bernhard

    • Guten Morgen, lieber Bernhard,
      ganz herzlichen Dank für deine schönen Komplimente und lieben Worte! Ich freue mich sehr darüber!
      Hat es dich wieder ins Allgäu verschlagen? Lass dich bitte sehen, wenn du wiederal in R bist, dann trinken wir ein Käffchen zusammen.
      Lass es dir richtig gut gehen und sei ganz lieb gegrüßt von
      Susanne

  3. Hallo Susanne, war vor deinem Geschäft. Leider bist du krank. Gute Besserung. Hatte noch eine Idee. Was hältst du von einem Daumenkinodruck.
    Bis nächste Woche
    Marc
    PS:VIEL Tee trinken

  4. Ach wie schön! Mich kitzelt auch der Handdruck und die damit verbundene Leidenschaft und ich kann das sooo gut verstehen. Gut zu wissen, dass es so ein Kleinod in Regensburg gibt. So weit ist das nun auch nicht von Bodensee entfernt, zumindest näher als Wien, woher ich ursprünglich stamme. Und: die Familie meines Mannes hat ein kleines Häuschen auf dem Priwall. Wir sind da regelmäßig. Wir lustig solche Zusammenhänge manchmal sind. Ich wünsche von Herzen weiterhin gutes Gelingen. Grüß die Kunst und moin moin, Susanne.

    • Auf dem Priwall? Das ist wirklich unglaublich!
      Ja, der Bodensee ist nicht so weit entfernt… Würde mich freuen, wenn wir uns mal sehen!
      Alles Gute und hoffentlich bis bald,
      Susanne

  5. Pingback: welt _ 794 _ schwarze kunst | andrea_milde

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