Sonne für euch 🟠

Jetzt ist die Typografik „Aufwachen Atmen Anfangen“ gedruckt (mit intakten Sonnen) und hängt an der Trockenleiste in der Werkstatt, wo – mittlerweile fast täglich – die Abendsonne vorbeischaut und mir für ein Weilchen Gesellschaft leistet.Und frischen Fisch gibt’s auch! Den blauen, mundgeblasenen Anreiber (auch Printfrog genannt) habe ich aus England mitgebracht und er liegt ganz wunderbar schwer in der Hand. Beim Linoldrucken freu ich mich jedesmal aufs Neue über ihn!

Willkommen, bienvenue, welcome!

Ein herzlichen Willkommen all meinen neuen – und alten – Abonnenten! Schön, daß ihr hier seid!

Am Freitag habe ich große, leuchtend orangene Halbsonnen gedruckt und die Blätter auf die Trockenleiste gehängt. Alles gut soweit, bis, ja bis ein Windstoß durch die offene Ladentür hereingefegt ist… Anfänglich tanzten die Drucke noch fröhlich im Luftzug, bis dann die noch feuchten Sonnen aneinander kleben blieben! Ich hatte sie etwas eng gehängt, was ohne Windhauch auch ok gewesen wäre. Der hellorange Schatten neben der Sonne gefällt mir allerdings ausgesprochen gut. Schaun wir mal, was mir zu ihm so einfällt…

Sobald die Sonnen getrocknet sind, wird der mehrfarbige Text für einen Unikatdruck hinzugefügt:Die angemischten Farben erinnern mich so schön an Campino Bonbons, die ich immer noch gerne lutsche (am liebsten mag ich die ganz dunklen – Johannisbeere – glaub ich).

Sonnige Grüße aus der Werkstatt

Zwei schöne, grade erst erstandene alte Klischees habe ich gedruckt und bin ganz verliebt, vor allem in die kleine Seerose, sie erinnert mich so an das Gedicht von James Krüss „Der Garten des Herrn Ming“.Und passend zum Sonnenschein und dem Frühlingsahnen der letzten Tage habe ich meine Linoldruck-Wellenkarte neu aufgelegt.Die letzte Woche war ganz schön produktiv… Unter anderem ist auch eine neue Typografik entstanden. Gedruckt und collagiert. Gerahmt 50x40cm, Unikat.

Update

Durch den Verkauf der NO! Karten haben sich seit dem 9. Februar 200€ in meiner Spendenbüchse angesammelt, die ich am 18. Februar an den Berliner Verein „Straßenkinder e.V.“ überwiesen habe.

Dann habe ich mich schonmal an die Osterkarten gemacht… Ich glaube, so früh war ich damit noch nie dran.

Und im Laden ist die Wand mit den Typografiken auch wieder gut gefüllt. Kommt also gerne mal rum.

Vom Menschsein

Anlässlich der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus hielt Marcel Reif vergangenen Januar im Bundestag eine bewegende Rede. Er sprach über seinen verstorbenen Vater, einen Shoah Überlebenden, der über seine traumatischen Erlebnisse im KZ nicht reden mochte, obwohl seine Kinder ihn immer wieder danach fragten. Erst nach dem Tod seines Vaters wurde Marcel Reif bewusst, dass dieser eben doch geredet hatte,  indem er nämlich seine Kinder mit dem Ausspruch „Sej a Mensch!“ immer wieder dazu aufforderte, ihr Menschsein nie aus den Augen zu verlieren und mitfühlend und berührbar zu bleiben. Dieser Ausspruch hat mich sehr bewegt und zu dieser Typografik inspiriert.Typografischer Zweifarbdruck auf historischer Weltkarte, collagiert. Gerahmt 60x50cm

Frühstück!

Mein antikes Kuchenbrett, von Hand bedruckt mit einem Auszug aus der „Morgenwonne“ von 1933, einem meiner liebsten Ringelnatz Gedichte, hat am letzten Tag des Jahres ein neues Zuhause gefunden. Auch wenn es mir richtig schwergefallen ist es herzugeben, freue ich mich doch, dass es jetzt einen schönen Platz bei sehr lieben Menschen hat (und ich mach mich dann mal auf die Suche nach einem neuen Kuchenbrett für mein nächstes Druckprojekt).Das neue Jahr beginnt für mich mit ruhigen Tagen: Bis zum 14.1.25 lasse ich die Seele baumeln und mache eine KLEINE PAUSE. Euch allen wünsche ich einen guten Start in das neue Jahr!

Still erleuchtet jedes Haus…

Einen entspannten 2. Advent wünsche ich euch ⭐ Den heutigen Nachmittag werde ich mit einer guten Freundin und Glühwein im Wintergarten verbringen.

Anbei noch Grüße aus der Werkstatt, die vom vielen Drucken mittlerweile so schön nach Ölfarbe riecht. Heimelig irgendwie. Die „Yes“ Typografik, die die letzten Worte des Molly Bloom Monologs aufgreift, habe ich mit meinen historischen Holzlettern auf die letzten Seiten des „Ulysses“ gedruckt. Das Bullauge auf der rechten Seite hingegen gibt den Blick frei auf den ersten Satz des Romans von James Joyce. Gerahmt 60×30 cm.

Glückwärts gehen!

Einen geruhsamen Sonntag allerseits! Auch wenn bei uns das große Grau herrscht und mich nichts nach draußen zieht, genieße ich doch die freie Zeit mit einem Buch und einer Tasse dampfenden Tees (Klischee ☺️).

Eine neue Typografik ist diese Woche entstanden: „Aufwachen Atmen Anfangen!“ Die Farben erinnern mich an Campinos, die Lieblingsfruchtbonbons meiner Kindheit.

Das schöne „Glückwärts gehen!“ auf dem charmanten Vorsatzpapier aus den 50er Jahren hat gestern neue Liebhaber gefunden. Bevor ich es reisefertig verpackt habe, konnte ich es schnell noch fotografieren. Beide Typografiken messen mit freigestelltem Passepartout (aus Museumskarton) und gerahmt 50x60cm.

„Humpelnde Welt“

„Humpelnde Welt“ ist ein Gedicht von Joachim Ringelnatz. Zunächst melancholisch und bedrückt beklagt das lyrische Ich die Mühen, sich in der Welt zurecht zu finden, endlich die „passenden Schuhe“ für die Lebensreise zu finden um mit diesen dann nicht mehr nur humpelnd durchs Leben gehen zu müssen. Ein freundlicher Brief führt schließlich zu einem Perspektivwechsel, der die Welt in positivem Licht leuchten lässt:

„Mir lächelte alles, was mir begegnete.“

Da mir selbst leider schon länger meine Füße zunehmende Probleme bereiten, habe ich mich nun zu einer orthopädischen OP mit anschließender Reha entschlossen. ⏩ Daher falle ich ab Mitte Juni für eine Weile aus und die Tür zum Blinkfüer Handdruckatelier wird nur sporadisch geöffnet sein. Ich hoffe, ihr bleibt mir treu. Zwischendrin werde ich mich hier immer mal wieder melden. ⏪

Alles Liebe für euch und auf bald!