Abenteuer warten überall!

Seit Freitag, 25.7.25,  habe ich ihn nun, den Schlüssel zu meiner neuen Werkstattgalerie! Am 10. Januar hatte ich mich beworben – ein langer Weg also. Aber jetzt kann ein neuer Abschnitt beginnen! Es ist ein Abenteuer. Ich bin unterwegs und alles ist im Werden.

Meine treuen Begleiter, Pferdchen, Herr Grimaldi und dessen langohriger, stets missgestimmter Mitarbeiter wollten nicht länger warten und sind gleich als erste eingezogen, um die Lage vor Ort schon mal ganz genau abzuchecken.

Am Abend hatte ich dann Freunde zu einem kleinen Umtrunk in den noch nackerten Laden eingeladen und sogar unsere guten Berliner Freunde sind gekommen. Das war ganz zauberhaft und hat viel Spaß gemacht!… und heute, am Sonntag, wird gestrichen! Noch fühlt sich alles etwas unwirklich an, aber mit jedem Besuch im neuen Laden wird er mir vertrauter und ich freue mich auf meinen Einzug!

Was von der Woche übrig bleibt…

Leider gibt es schon wieder eine große Baustelle vor unseren Läden in der Oberen Bachgasse. Das Straßenpflaster wurde mit einem riesigen Stemmhammer aufgebrochen und durch die Vibrationen hängt jetzt alles ein bisschen schief an der Wand. Aber, wie mein Vater immer sagte: N´beten scheef hett Gott leev!

Ich habe mir das ganze Gekrache und Geschepper dann mit Himbeereis versüßt.

Spaß! Ich finde nur, der Farbton, den ich für den ersten Druckdurchgang einer Neuauflage angemischt habe, sieht direkt nach Himbeereis aus.  Ohnehin denke ich, Rosa ist so eine Alles-wird-gut-Farbe und dann noch Himbeereis! Was soll da schon schief gehen!

Orange ist die zweite Farbe dieser Karte – den Text habe ich aus der halbfetten Elan gesetzt. Diese schöne Schreibschrift von Hans Möhring erschien 1937 bei der D. Stempel AG.

Die Kombination Rosa/Orange erinnert mich an die Farbästhetik der 1970er Jahre. Und der Text passt grade jetzt – kurz vor dem Umzug – so gut zu meiner derzeitigen Situation!

Und zu guter Letzt habe ich mir noch eine Blinkfüer Schablone für mein neues Ladenschild in der Unteren Bachgasse gebastelt. Bedrucken werde ich das Schild heute Nachmittag.

Rund, rund, rund…

… ist alles, was ich mag!

Tatsächlich liebe ich Kreise und Punkte und sie finden sich in allen Farben und Größen auf meinen Drucken wieder. So zum Beispiel auf einer meiner Lieblingskarten, die ich nun endlich neu auflgelegt habe. Dabei habe ich verschiedene Arbeitsschritte fotografisch für euch dokumentiert.

Am Anfang, ganz am Anfang, steht die Idee💡 Habe ich eine, überlege ich, wie ich diese bildnerisch und typografisch umsetzen möchte und entwerfe verschiedene Varianten. Nachdem ich mich für einen Entwurf entschieden habe,  setze ich den ersten Teil der Karte und drucke die erste Farbe (das große Rad hinter den gelben Kreisen ist übrigens das Schwungrad meines alten Trettiegels).

An dieser Stelle mein Dank an Christa für die kleinen Schmuckpunkte!
Ist das schöne Gelb getrocknet, drucke ich den zuvor von Hand gesetzten Text in einem tiefen Petrol.

Ist auch die zweite Farbe trocken, geht’s – in Ermangelung eines Perforiergeräts – an die Nähmaschine (mit einer eigens für die Perforierung gebastelten Anlage).

Zu guter Letzt kommt noch die Schere zum Einsatz und erst dann ist sie fertig, meine Sonnenkarte.

Vorfreude

Seit Tagen gehe ich fast täglich an meiner neuen Werkstattgalerie vorbei um nachzusehen, wie der Stand der Renovierungsarbeiten so ist. Bei diesen kleinen Spaziergängen entdecke ich immer neue Details. So z.B. habe ich jetzt gesehen, dass man, vom Haidplatz kommend, die Domtürme über der Passage sehen kann (ok, ein großes Detail, ich geb’s zu).

Am anderen Ende des Durchgangs, Richtung Untere Bachgasse, zieht ein Schwalbenpaar seine vier Kleinen groß und begrüßt mich jedes Mal mit aufgeregtem Geschimpfe und waghalsigen Flugmanövern.
Diese Woche waren die Maler in den neuen Räumlichkeiten und ich durfte kurz rein, um vom oberen Bereich ein kleines Video zu machen – einen Oskar gewinne ich damit nicht, aber man bekommt einen Eindruck des Raums. Hier werde ich meine Werkstatt einrichten, darauf freue ich mich schon richtig! Ach, bis August ist’s doch noch ganz schön lang…  Die Maler habe ich sehr darum gebeten, die schönen Feldsteine nicht zu überstreichen. Ich hoffe mal, meine Bitte wird erhört, zumal sich im unteren Raum auch mittelalterliche Feldsteine befinden. Diese großen Steine bilden ein so schönes Detail und tragen erheblich zur Atmosphäre der Räume bei.

Easy like sunday morning

Einen sonnigen und genussvollen Sonntag allerseits!Bin schon richtig gespannt, wie sich mein neues Schaufenster in der Unteren Bachgasse 6 dann entwickeln wird… Noch wird dort kräftig renoviert, aber ab August kann ich dann meinen Umzug beginnen.

Jetzt habe ich endlich – zum ersten Mal – diese zwei historischen Klischees gedruckt, die ich schon vor geraumer Zeit aus England mitgebracht hatte. Bin ein bisschen verliebt. Manchmal liegen Ideen bei mir lange auf Halde, bis ich schließlich dazu komme, sie umzusetzen.
Oh, und dann waren wir seit Langem mal wieder im Nepal Pavillon. So ein zauberhaft friedlicher Ort! Immer wieder wunderschön und inspirierend. Falls ihr in der Nähe sein solltet, wäre dieser Park ein perfektes Ausflugsziel: https://www.nepal-himalaya-pavillon.de/

50/50

Gar nicht so einfach, alles unter einen Hut zu bekommen! Ich versuche grade, meine Zeit in der Werkstatt zu möglichst gleichen Teilen aufzuteilen: Zum einen gibt es für den bevorstehenden Umzug viel, sehr viel vorzubereiten, zum anderen gilt es, den Betrieb am jetzigen Standort so lange wie möglich reibungslos am Laufen zu halten. So zum Beispiel habe ich diese Woche im Hinterhof meines „noch-Ladens“ ein zweites Ladenschild grundiert und lackiert. Es soll in der Unteren Bachgasse 6 über dem Bogen zur Passage angebracht werden (das andere Schild wird dann direkt über meiner neuen Werkstattgalerie hängen).Dann konnte ich mit Glück ein weiteres antikes Kuchenbrett ergattern und habe es mit meiner Lieblingszeile aus dem Gedicht „Morgenwonne“ von Joachim Ringelnatz bedruckt. Auf diesen großen runden Holzbrettern wurden unter anderem Hochzeitstorten serviert (ø 65cm).

15 Jahre Werkstattgalerie

Mit Blinkfüer Handdruck selbständig gemacht habe ich mich am 24. Oktober 2005. Vor 15 Jahren, am 5. Mai 2010,  eröffnete ich meine erste Werkstattgalerie „Blinkfüer Handdruck“ im kleinen Regensburger Waaggäschen No. 5. Wir, mein Mann, unsere Söhne und ich, hatten vorher sehr viel renoviert und am Eröffnungstag war ich total aufgeregt!

Am 1. Januar 2016 bin ich dann umgezogen in die Obere Bachgasse 20. Auch hier waren umfangreiche Renovierungsarbeiten nötig und ohne die tatkräftige Hilfe meiner Familie hätte ich das nicht geschafft!

Nun steht ein erneuter Umzug an, vor dem ich schon ein bisschen Bammel habe, da sich im Laufe der Jahre sehr viele Bleichriften (schwer!) und so einige Handpressen (noch schwerer!) angesammelt haben…

Fröhlichen Eierregen und was Neues!

Dinge passieren und werfen ihre Schatten voraus… Ich werde mit meinem Handdruckatelier innerhalb der Regensburger Altstadt umziehen. Seit gut neun Jahren hängt über uns in der Oberen Bachgasse 20 das Damoklesschwert einer umfassenden Sanierung des Gebäudes, welche mit der Kündigung aller Mieter einhergehen wird. Bereits leerstehende Gewerbeflächen werden seit Jahren nicht mehr neu vermietet. Alles andere also als eine sichere Mietsituation. Ich habe mich daher schweren Herzens dazu entschlossen, mich auf ein anderes Mietobjekt zu bewerben und habe es tatsächlich auch bekommen. Es sind sehr charmante Räume in der Unteren Bachgasse 6, gleich beim Orphée in der Passage (die ehemalige Galerie Hammer – die Regensburger unter euch kennen sie). Dort wird jetzt noch renoviert bevor ich dann zum August umziehen werde.Der Umzug wird ein großer Kraftakt werden, meine historischen Handpressen sind wahre Schwergewichte… Ich werde euch mit auf die Reise nehmen und immer mal wieder Photos posten. Meine wunderschöne jetzige Werkstattgalerie und die Nachbarschaft in der Oberen Bachgasse zu verlassen, fällt mir wirklich schwer. Aber ich mag nicht weiter jedes Jahr aufs Neue mit Bangen eine Kündigung seitens meiner Vermieter befürchten müssen, um dann gezwungen zu sein, in kurzer Zeit ein neues Ladenatelier zu finden, das schön und noch bezahlbar ist und überdies eine halbwegs gute Lage hat. Und natürlich wünsche ich euch allen frohe Ostertage mit lieben Menschen, Sonne und leckeren Nascherein.

Update

Durch den Verkauf der NO! Karten haben sich seit dem 9. Februar 200€ in meiner Spendenbüchse angesammelt, die ich am 18. Februar an den Berliner Verein „Straßenkinder e.V.“ überwiesen habe.

Dann habe ich mich schonmal an die Osterkarten gemacht… Ich glaube, so früh war ich damit noch nie dran.

Und im Laden ist die Wand mit den Typografiken auch wieder gut gefüllt. Kommt also gerne mal rum.