Glückwärts gehen!

Einen geruhsamen Sonntag allerseits! Auch wenn bei uns das große Grau herrscht und mich nichts nach draußen zieht, genieße ich doch die freie Zeit mit einem Buch und einer Tasse dampfenden Tees (Klischee ☺️).

Eine neue Typografik ist diese Woche entstanden: „Aufwachen Atmen Anfangen!“ Die Farben erinnern mich an Campinos, die Lieblingsfruchtbonbons meiner Kindheit.

Das schöne „Glückwärts gehen!“ auf dem charmanten Vorsatzpapier aus den 50er Jahren hat gestern neue Liebhaber gefunden. Bevor ich es reisefertig verpackt habe, konnte ich es schnell noch fotografieren. Beide Typografiken messen mit freigestelltem Passepartout (aus Museumskarton) und gerahmt 50x60cm.

„Humpelnde Welt“

„Humpelnde Welt“ ist ein Gedicht von Joachim Ringelnatz. Zunächst melancholisch und bedrückt beklagt das lyrische Ich die Mühen, sich in der Welt zurecht zu finden, endlich die „passenden Schuhe“ für die Lebensreise zu finden um mit diesen dann nicht mehr nur humpelnd durchs Leben gehen zu müssen. Ein freundlicher Brief führt schließlich zu einem Perspektivwechsel, der die Welt in positivem Licht leuchten lässt:

„Mir lächelte alles, was mir begegnete.“

Da mir selbst leider schon länger meine Füße zunehmende Probleme bereiten, habe ich mich nun zu einer orthopädischen OP mit anschließender Reha entschlossen. ⏩ Daher falle ich ab Mitte Juni für eine Weile aus und die Tür zum Blinkfüer Handdruckatelier wird nur sporadisch geöffnet sein. Ich hoffe, ihr bleibt mir treu. Zwischendrin werde ich mich hier immer mal wieder melden. ⏪

Alles Liebe für euch und auf bald!

Sommersonne 🟡

Endlich!! Das hat ja gefühlt eine Ewigkeit gedauert! Zum Glück ist jetzt morgens beim ersten Blick aus dem Fenster nicht mehr alles grau in grau, in meiner Werkstatt herrschen endlich angenehme Temperaturen und ich kann die Ladentür wieder sperrangelweit offen lassen. Wie sehr Licht und Wärme doch die Stimmung heben!

Schattenspiele

and yes I said

yes I will Yes.

Mit diesen Worten endet der Monolog der Molly Bloom, dem Joyce das letzte Kapitel seines Romans widmet. Ohne Punkt und Komma und über viele Seiten hinweg ergießt sich der Bewusstseinsstrom seiner Protagonistin. Erst nach ihrem letzten Wort „Yes“ setzt Joyce einen Punkt und beendet so Mollys inneren Monolog wie auch seinen Roman. Dieses so positive wie bejahende Ende hat mich zu meiner Typografik inspiriert (die Buchseiten, auf die ich gedruckt habe, fielen mir beim Öffnen des zerfledderten alten Buches förmlich entgegen, so dass kein gut erhaltenes Exemplar für meine Idee sterben musste).

Der Roman „Ulysses“ gilt als das bedeutendste Werk des irischen Schriftstellers James Joyce und wurde an dessen 40. Geburtstag, dem 2.2.1922, von der Buchhändlerin und Verlegerin Sylvia Beach erstmals veröffentlicht.

Zweifarbiger Handpressendruck, gerahmt 40×60 cm.